Hölderlin Sarkophag

#6 HölderlinSarkophag

 Insel

In der Mitte der schmalen Inselstrecke, an den Boulespielern vorbei und die Platanen eh schon kränkelnd ignorierend den kleinen Seitenweg passierend, Hizze meidend, alles nass eher nachm grossen Regen Pfützen und die Stahlkugeln platschen ins stehende Regenwasser nix lesbar nix Süden trister deutscher Januar Wie Epheu nemlich hänget astlos der Reegen herunter Die Schrift aber leuchtet mir pulsierend entgegen geschrieben schreibende schreiende HandSchrift dichtend webend schnörkelnd unlesbar scheints aber doch atmend wie ein lebender Körper isses ja isses schon immer und seit Jahren gewesn hier am Ufer

Der Monolith der Sarkophag LITHOS SARKOPHAGOSfleischfressenderStein

Weiss ich dann auch noch die Kapuziner Rom geblickt auf die abgeblickte Stadtfläche schön aber auch verbraucht Taxifahrt an den Zypressen entlang wie ausm Film Rom Citta aber hier der Monolith schwarz rostbraun glänzend stehe ich geschwind vor dem schwarzen mattglänzend zerfurcht von Witterungseinflüssen SARKOPHAG, der die strahlende toxische Fracht das verhüllt abisoliert versteckt birgt die da im Innersten vor sich hinglüht hinglühen strahlenglutbrütend Brut auch Ausgeburt Worte zwar nur wie man hört aber Worte die Keile und Sprengsätze in die offnen Wund – und Narbengewebe derunserer Zivilisation treiben getrieben. Weggedriftet Wortwal hinab hinunter den Fluss Flüsse NeckarIsthmos Denke ich dachte ich. In dieser feuchten NACHT WAR JA SCHON EINMAL BIS AUF DIE HAUT DURCHGEWEICHT UND DIE HANDSCHUH AUF DER HEIZUNG LIEGEN DANN GELASSEN BEI ABFAHRT liegen dann wohl noch da rum bis einer sie wegschmiss nass jene Ausfallstrasse Baustellen Neubauten auch hier also Zuzug und Anspruch auf Neus Süddeutschlands Silicon Valley in dieser also in der ich also die Reise starte. Stehe nun wiegesagt vor dem Monstrument aus Metall Stahl mindstens nicht Blech nicht Legierung nacktes schweres Schwarzblech unlegierter Stahl im offnen Feuer oder auf heissen Kohlen geglüht- Die UmgebungsLuft färbt den geglühten Stahl pechschwarz. In schwerer Montur er! Lederschürze Lederkappe Schutzbrille aus feuerfestem Glas Jenaer Glas oder Asbestplastik steht der Meister an der offnen Esse und giesst den glühnden Stahl in die Formpresse. Funken sprühen wie Starkregen durch die Halle das ist ein Stieben und Blitzen von Staub und Blitzen und Funken Flirren und Schwirren kracht und knackt kaum auszuhalten geschweige denn anzuschauen. Der flüssige Stahl fliesst in die sechsmalsechsmeter grosse Wanne und wird mit Duschwasser ohrenbetäubend zischend auf die glühnde Masse gesprüht gekühlt geschreckt und gehärtet. Die Platte wiegt mehrerezigtausend Tonnen wiegen! -wie kriegn wir dien da runter? – wird ausgehebelt und auf den Boden der Halle gekracht, stöhnend und ächzend das Stahl erstmals bodenhaft, der Vorgang fünfmal wiederholt bis sechs solcher Schwerstplatten übereinander liegen.

WOZUWIRDNDAS SAKROPHAG WERWIRDNBEGRABEN NZIMMERKEINMENSCHZIMMERUNDGEISTGEISTUNDZIMMER aber ZEICHENRAUM GENANNT WON IMSÜDEN FLUSSINSELVORMTURM DA WOHNTEDERDICHTER LANGETOTJETZT IRGENDNDENKMAL NEHMICHMALAN

Die Platten per Schwertransport hergebracht Wie aber auf die Insel bringn jetz. Alls verbaut romantisch verwinkelt hutzelig, nur Gässchen und Treppchen führn da runter zum Isthmos. All so flössn wir mal wieder von weiter oben. Ham wa ja och schomal gemacht abndfürabnd. WOSTARTETE der grosse LEICHenUMZUG. Da muss das Zeug dann ma hin. Inzwischen sind auf der kleinen Plattform die Aufbauarbeitn des Turmzimmers in vollem Gange. Ein fünfmeter durchmessendes viermeter hohes Rund aus Stahlgeripp und Folie wird aufgezogen wie kommt man da rein.

Gequetsch machdichschmal. Für den Durchschnittsamerikaner nicht geeignet. VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT prüfen. Ab wann wird die Höhe interessant UNVERHÄLTNISMÄSSIG. Denn alles was er dachte war UNVERHÄLTNISMÄSSIG.

  • KEIT
  • HEIT

Steht. Sieht gut aus in der Nacht, wenn unverhüllt leuchtend wie eine stille Kammer. Wenn es leuchtet. Hat ne Decke, nPlafond? Oder aber Sternenlicht und Regen!?

WIE GROSS IST DAS KLEINE PLATEAU

Die Platten werdn aufgelegt, aneinandergelegt. Klappt dann auf. Auf-Klappe. Brauchn wir auch noch. Vögel sitzen auf dem Sarkophag Junge Leute schmieren IHRE WORTE, ja nur äussert Euch. Im Innern des Sarkophags das runde Zimmer wabert wortet Brut Stätte Ausgebrut

AUSBRUT/ZEICHEN

Da wird geschrieben auf Folie mitm Licht Foliantentum vollgeschrieben Ort folgt auf Ort Reiseabschnitt auf Reiseabschnitt Das hört sich dann an. Der Sarkophag hat zwei höhleneingangsähnelnde Öffnungen, die von Arbeitern genutzt wurden um in das Kontrollzentrum zu gelangen, überall liegen zertrümmerte und verformte Maschinenteile herum Farben blättern ab und verrostete verdrehte Stahlteile ragen aus Boden Decken und Wänden. Kabel hängen aus zerbrochenen Sicherungskästen, versteinerte Schaltpulte, Zementblöcke und unendlicher Schneefall kleiner kristalliner Flocken die überall durch die tauben Szenerien treiben Denn wie lebt man am Ende der Welt, wenn die Welt zugrundegeht gegangen sein wird. ER jedenfalls ist hoffnungsfroh und leicht niederzuschlagen von dem was er sieht. Was sieht er denn. Aus seinem Fenster die Welt. Wohl. Die Wandrung nach Morea im Juni Geh nicht nach Moria geh nicht nach Moria Täglich kommen viele Viele kommen zu viele werden wieder fort geschickt übern gotthard richtung  osten vorbei am Monta Prosa, unter den gletschern Maighel, am Lukmanier vorbei über den passo di Gana Negra, von den Fontana Oscura über den Rosetto nach Olivone Solario unter dem Susto; nach ruhetag umkehr bei Aquila unter dem Rheinwaldhorn;  durch die Brennoschlucht nach Campo, unter dem Medel, mittags die Scaletta hinaus, über die  pässe Greina und Diesrut nach Glion; in der Rheionschlucht unterhalb Scardanal scardanelli scardanelli ruft er aufenthalt in Reichenau am Zusammenfluss von Rhein Anteriur und Rhein Posteriur; durch das Taminatal zum Rhein in Richtung Liechtenstein; über das Appenzellerland, Teufen nach Konstanz; Ankunft in Stuttgart am Schlossplatz «sprich das Gedicht sprich es und ich helf dir aus wenns denn sein muss». Und ich sah und ich steh vor dem Monolithen und klopfe gegen die kalte Hülle, kein Klang so dick ist der Stahl. In der Nacht dann springen die Wände auf zwei höhleneingangsähnelnde Öffnungen, die von Arbeitern genutzt wurden um in das Kontrollzentrum zu gelangen, überall liegen zertrümmerte und verformte Maschinenteile herum Farben blättern ab und verrostete verdrehte Stahlteile ragen aus Boden Decken und Wänden. Kabel hängen aus zerbrochenen Sicherungskästen, versteinerte Schaltpulte, Zementblöcke und unendlicher Schneefall kleiner kristalliner Flocken die überall durch die tauben Szenerien treiben ich geh hinein zu ihm der da hineingegangen ist immer wieder stehen wir vor der Entscheidung hineinzugehen oder davor zu bleiben die Höhlen die Bauten die verlassenen Häuser und Hütten die befremdlichen unbekannten nicht einzuordnenden Gehäuse von irgendetwas Meiler Öfen Umspannwerke Industriehallen verbotene Zonen Strahlen Kränze Wortgeflechte kann nicht lesen kann nicht lesen was sind das für Zeichen und er schreibt weiter – im Kopf – im Kopf auswendig inwändig und dann verschieben sich die Worte und verlieren ihre Gestalt und wandeln sich in Klumpengebilde Gebirge Berge wie jener Berg von dem erzählt wurde, dass er Herz der Welt das Urgebirg ripäisch oder europäisch Berg Sitz des Gottes der Geschichte heilige Berge von oben herab gebaut ein alleines Gebirg das hinzieht die Erde denn das gebirg das theilet die thale und die länge lang geht über die erd  und alles ausgedacht alles zusammengestoppelt ausser Phantasie oder sehnsuchtsgetrieben oder viel verquerer noch Verstiegenheit wies die jungen journalisten aus zwanzigzwanzig daherschwadronieren Doch aber nicht weniger stark als wäre es als hätte er scheinhafte Wirklichkeit was denn aber ist sie die Wahrheit nix als über eine Stimmung wärn wir also hier in diesem weissstrahlenden Raum wieder bei der Frage angelangt was wir wissen können und was wir glauben sollen weisse Räume Safe zBsp oder immer mal wieder Kubrick dem schwarzen PSMonolithen das Weisse Zimmer am Ende der Anfang oder White room mit schwarzen Vorhängen was das wohl mal war a kind of watershed period Und ist ja immer noch klar dass das was nicht ist in der vorstellung/imagination grössere Kraft entwickelt als was ist was aber ist das was ist auch ne vor oder ein stellung er jedenfalls schreibt sich in eine welt ein die er damit schafft erzeugt ewoziert? Also hervorruft, kann schreiben eine art ruf sein wie der selbsternannte Gesinnungsgenosse hs schreibt das der Ruf auch ein Gerufensein und nicht ein Rufen ist auch Anrufen mehrfach ver und ge strickt durch das wortbrauchende Dichten und in dieser hervorgerufenen Welt stehe ich nun also verbotene Zone Picknick am Wegesrand und schaue diesen Transformationen zu stummer Dichter Gesicht an der Foliantenwand zugewandt abgewandt wir blöde staunende zuschauer und schauen wie aus dieser ausholenden Schrift den Schwingungen und Schwingen der Schrift Linien Lebenslinien

DieKüstenvonIONIENundATTIKAdieschönenInselndesARCHIPELAGUSdieHöhenvonDELOSanderGranitwanddesCYNTHUSamGestadedesMELESdurchSMYRNAundSARDESdurchdieFelswändedesTMOLUSwoindergoldnenFlutdesPAKTOLUSdesKAYSTERdieSchwäneihmzurSeitespielenundindieWälderdesMIMASdesSIPYLUSherrlichnachCHIOSbishineinindieGebirgskettedesMESSOGISdämmertIONIENPERGAMUMMILETUSEPHESUSCHIOSundTEASSAMOSIKARIAihrStädtedesEUPHRATSundihrGassenvonPALMYRAindieAFRIKAnischendürrenEbnenhinausauchdenEISPOLwiestarrendesCHAOSvomOLYMPregneteFeuerherabdieWELT

mäandernd sich überlagernd werden dann Horizontlinien dann Vertikallinien Berge und Flüsse also und vor allem der eine der Ister gedichteter Fluss Strom der irgendwie falsch fliesst meint er aber doch den Osten mit dem Westen verbindet aber wiedas begierig sind wir zu schauen den Tag den das Feuer der Sonne schafft aus dem Ostn tritt hervor uns immer wieder Tag für Tag meinend raunt es in uns wenn wir also noch immer hier stehn und zuschaun. Dann ist Zeit zu weichen denn da kommt eine Gruppe Männer auf uns zu Schleppen sich ab schleppen das Sofa an hieven es hinein in den Sarkophag in den Raum Glückwunschlos Erbietet den Gekommnen Platz won Platz is kein Platz zum nehmen Sitzen also aufm Sofa die Männer wolln ihm überreichen reiche Gabe geben und nehmen nimmt ers er aber starrt auf die Zeichen und nimmt schnell das Kuvert das Ticket den Pass, am 22.05.2021 wäre dann die Abreise Start in Stuttgart Ankunft in Stuttgart am Schlossplatz unterm Denkmal da wirste dann abgeholt wird’s schon wen geben der dich auf und mit nimmt Keine Sorgen nicht für Transport wird gesorgt sein Sorge wagt sich der Blick ins gewesene Griechenland ohne die Stütze derer Erfahrung wirkliche Inselwelt Morea Morea lass sein Wirkliche Inselwelt und Zentrum der Erde Nachtwache für die Feier seiner Ankunft alle Götter sind schrecklich nichwahr. Und die Männer verschwinden wie sie gekommen sind Haufe lümmelnder Schrecken wieseln die Insel entlang wie ein Rudel junger Welpen lachend und scherzend beissend und in jeder Pfütze schleckend die dreckigen Wamse noch dreckiger fleckend und schliesslich lauter lachend auf der brücke verharrend zurückschauend feixend und winkend Flüche schreiend und Schnauze Dichter komm mal aufn Boden bist wohl schon abgehoben wohinauf Nachdichter Nicht ganz dichter Dichter red schon und spucken ins Wasser und ein letztes Mal die Fäuste hebend dann in Nacht und Nebel verschwindend Laut ächzend schliesst sich der Sarkophag um das lichte Zimmerrund krachend wuchtet der Hebekran den Deckel auf die vier Seitenwände lange noch strahlt ein helleres Licht aus den Ritzen wie Schweissnähte jetzt verschweissend die Flamme begeistert Flammengeisterhand und dann erlischt das Strahlen wird Flackern Glimmen und Verglühn wir sind längst wieder ausserhalb in Pfützen die Füsse Wasser aus Himmeln und Ausfluss und ich trolle mich und weiss dass er schläft und weiterbrütet Im Sommer aber dann Im Sommer früh. Bis dahin Erwartung bis dahin ein Hoffnungsschimmer ab und an. Seltsame Öffnungszeiten was spricht sich da herum was spricht wenn er schweigt Viele aber richten die Worte Viele kamen und gingen dann wieder ratlos rätselnd und verärgert auch Aber dann Aber dann Sein Freund steht irgendwann am Sarkophag wie ein Trauernder aber geschürzt das Bündel und die Schuhe neu für die lange Wandrung ins niemals Betretene Reich Kolonisatoren! bereit das Land zu nehmen, das sie sich geschaffen und erdacht. Kolomb! Und ferne lauscht er hin ob nicht ein freundlicher Retter vielleicht ihm komme, dem Halbgott

Aber die Dichtung ist auch ein Kolonisieren

ja doch und also fällt das nun zusammen behüte Gott uns vor den Dichtern Ich aber sage Euch woher ich komme die Reihe ist lang Tolstoi Homer und Dostojewski sagte er und er aber weiss nicht woher er kommt weiss wohin zu gehen sicher.  Krachend fallen die Wände des Sarkophags versinken im Boden das Lichthelle Zimmer glüht wie die Nachglut eines heissen Sommertags und es will nicht abkühln tropische Nächte und ohne viel Aufhebens wird aufgebrochen.

Etappe 01

ZU Fuss und mit leichtem Gepäck habn vorgesorgt dass nicht Sorge uns träfe wenn im Unwegsamen wir strandeten Alas! Wege des Wanderers/ Schöner aber blühn Reisenden die Wege   im Freien   wechselt wie Korn Tief aber liegt das ebne Weltmeer, glühend. Glut Hizze Wüste wird noch kommn hier aber immer noch liebliche Landschaft lieblich die Grasfelder und Lerchen noch immer steigend in die Luft aufm Weg nach Stutgard so war das einmal auch mir Kassel Stutgard direkt in die Nacht des neuen Lebens mitten rein ins Herz der Leidenschaft hast Du eine? Was ist Deine? Und übers Waldenbuch und die höhern Ebnen der Fildern runter dann in Kessel ab und an um etwas bittend ab und an ein Getränk gereicht von freundlichern Wirten Wie hiess doch das gleich drunten im Tal wo wir auf sonntäglichen Fahrradtouren rasteten die Schlösslesmühle oder Mäulesmühle Siebenmühlental jedenfalls erinnre ich noch genau und die Rast voll Wein weissem und am Abend wunde Füsse an der Stadtgrenze Stuttgart dann die Weinsteige runter bis zum Schlossplatz vorm Denkmal Freunde warten schon und singen was zum Gruss und zitieren was zum Zweiten und der alte Schsauspieler von der Burg von den Fildern aus Bonlanden steht vorm Denkmal ganz nah und rezitiert sein Gedicht  und er ganz gerührt glaubt wieder an das Beste und die nahe Ankunft der Verborgnen aber die Stadt wohin jetzt in der Nacht man sagt ihm grinsend geh doch zum Hochhaus heisstnachdir er glaubt das glaubt tatsächlich Einfalt dass dort auf ihn gewartet würd geht also mit uns zur Hegelstrasse geht also zum Eingang sucht nach seinem Namen findet sich nicht wieder und harrt vor der Tür gehüllt in Mäntel und Decke sein Freund holt ihm was so wird verharrt, morgen dann nach Süden schnell nach Süden! Stutgard ists nich Stutgard wars nie Zum Bahnhof geleitet von freundlichen Händen und den Pass gezeigt auf nach Süden! Singen Zürich  die Alpen dann Passwege!

Etappe 02

Im Zug nach Singen

So hat man es versprochen. Im Zug dann sitzt ein Mann bereits und hält den Platz am Tisch frei. Hierher!Herr! Ich erwartete Sie. Wohin es geht und worum? Und Sie meinen Sie könnten die Götter wecken aufwecken lebendig machen was lange tot? Was denn Götter? Sind wir nicht fähig genug unser Schicksal in den Händen Harmonie harmonisches Zusammenleben Stiften Vernunftbegabt aber Wissen Sie was aus den Versuchen wird, Unterschiednes zusammenzubringen? Brandstätten  Krieg Kampf Unerbittliches Zähnefletschen schön Aufpassen und Distanz Entfernung gibt wohl keine einigende Idee muss wohl mal wieder gesagt werden nur facts und Lügen heut glaubt der Wunsch nich mehr an Wunder wie Wiedergeburt aus der Idee o.ä. Oh aber doch muss es sie geben diese Liebe zur Erde. Ja, doch muss wohl,  ist Zeit dafür allemal. Aber wussten Sie, dass die Menschen weit weg davon, die Griechen kenn das Ideal der Griechen nich und aber wissen Sie dass der grosse Alexander auf seinen Kriegszügen nichts eiliger hatte als die Götter der Unterworfenen anzuerkennen? Die Götter Griechenlands wussten nicht was Konkurrenz,  tödliche Konkurrenz tödliches Gegeneinander kein Gespräch, das nicht zuerst die Differenz betont. Während meines Tübinger Philosophie­ und Germanistik­Studiums im Stift Hegel auch Schelling stelln wir Grundfragen  bis heute unbeantwortet Freiheit und große Sinnstiftung  dass nicht jeder nur seinen eignen Geschäften nachrennt Ihr Freund Hegel muss doch über Ihren Glauben, man könnte die Welt doch nochmals poetisch zum Glühen bringen muss man irgendwie muss doch wie sonst, bald den Kopf schütteln in entrückte Sphären verschwinden aber eher  kompliziertre Fragen dringn dann in sein Vordergund wie Verhältnis von Gesellschaft und Staat, Politik und Recht, Ethik und Moral. So die Dinge die uns dann beschäftign, Dionysos aber ein Indier wissen Sie ja, ich weiss, und wissen Sie auch, dass die Griechen bei ihren Festen den ersten Schluck Wein verspritzen für die Götter lass sie teilhabn an den Gelagen, die folgen. Dieser erste Spritzer war aber das Öl das auf dem Wein schwamm um ihn haltbar zu machen, also Abfall ungeniessbar, Auswurf Abwurf. LUSTIG NICHWAHR. Aber imernst stehts schlecht um ne gottlose Welt, nein muss nicht mussgarnicht Gott ist immer da im Wartestand schau nur die Vögel Boten Botschafter gibt’s doch noch die Segler unermüdlich haltenfest aufrecht hochhinaus und gruss an die piloten die den schlaf nich störn swifts las ich doch grad essen und gebärn in der Luft (in den Himmeln) trinken sich auf  stehendes GeWässer  stürzen waschen sich langsam durch den Regen gleiten schlafen mit einem Aug und einer Gehirnhälfte gleichzeitg zu  Anregung für den Mauersegler, Wappenzeichen für vierte Söhne die im Land ihrer Herkunft keinen Stand haben rastlose abenteuernde Männer Fusslose Apopidae 3000Meilen in drei Tagen also das sind Götterboten wassonst glaub ich schon nichts ist verlorn alles ist da muss nicht viel sein  aber das wussten Sie schon, ist schlimmer Entzweiung Trennung Spaltung Riss und Bruch Fusstritte eines AllesbeherrschenundUnterwerfenwolln Menschtum Erde ausgebeutet chancenlos mythische Einheit im Geiste verblasst alles auf ihr herumkreuchend Macht und Herrschaft Gier und Masslosigkeit  Haben Sie vom terrestrischen Manifest gehört haben sie gehört was kluge Menschen versuchen wie sie anrufen gegen steinerne sprachlose Mauern kein Echo und die Jungen haben wohl kaum Zukunft… Schluss mit diesen traurigen Gedanken eben deswegen  wolln wir wolln immer wieder aufbrechen neu und unablässig wo wir finden Harmonia und Kadmos Einklang wolln Poseidon wecken und Helios zurückgebn was wir genomm ein Schluck Wein…. und Ideen leuchten von Innen leuchten zu sehn allen das hole ich nach mein Geschenk an Euch Jetzt ist aber mal ein Halt Sie sind ja nicht ganz bei Sinnen schätze Sie aber lächerlich noch an die Poesie zu glauben sagen die Schreiber also haben einen an der Waffel haha Provokateure alle ehrfurchtlos hörbar nur die Pointe sagtman und originell sein und alle stehn gleichen Stufen, das ist was aus Ihnen geworden verlacht und doch auch manche nur Vogelflug Ahndung Undsogehts bis zur Gränze Hin und Hergerissen Ausstieg und Abschied Alleinsein und Freude Schweiz gelobtes Land immer schon gereichten mir Deine grünen Hänge Aufgänge ins Felsengestein zur JaWasEigentlich tappt er ganz einsam und unbeschädigt übern Bahnsteig immer weiss er wolang seltsam wien Vogel aufm Flug nach Süden immer genau wissen und wir hinterher die Karte ist wohl innerlich

Etappe 03

 Zugfahrt nach Herisau

 erschöpft jetzt und dann bis Herisau.  Wie gehtn das in der Schweiz ist alles möglich und du kommest wohin auch du willst Trifft ein. Steiget aus ausm Zug «Der Zug mit dem Namen Robert Walser ist ein Neigezug» Wasn das fürn Ding «Ungewisse» Was für eine Zeit ohne Zeit wie schnell das geht das ging schnell Gerade noch Stutgard jetzt Herisau Hier auch war ich wandelbar unter den Alpen wars helle Nacht Steigt er aus  niemand da H bittet irgendwelche um Hilfe «Hilfe auch! Das Rettende» Weiss nicht genau wie weiter Man ruft die Polizei er redet von einer Reise nach Versteht mich denn niemand bin 250 Jahr alt und hab ne Reise «Ein Geschenk» bekomm nach Griechenland ….. versöhn …. «und die Menschn» …. inzwischen stehn ne Menge Leute um uns rum und starrn kopfschüttelnd auf ins Hausfürruhigemänner wozu habn wir unsere kantonale «Heil und Pflege Anstalt»

Man geht zusammen den Hügel hinauf quert den Fluss Am Walser-Brunnen westwärts durchs Gässli, Überquerung der Poststrasse, nordseits am Gemeindehaus vorbei InRichtung Polizeiposten, hinter diesm Treppen, hinunter in die Schmiedgasse. Auf der dann rund 50 Meter, links halten und dann rechts die Alte Steig hinunter ins Glatttal mit seinen Industrieanlagen. Bei der Bushaltestelle “Müli“ eineTafel mit zur Umgebung passenden Walser-Zitaten. Dahinter markantes Industriedenkmal (das “SchwarzeHaus“), ne Stoffdruckerei von 1778. Weiter entlang der Degersheimerstrasse bis zur Einmündung der Huebstrasse, einige Schritte diese entlang, dann rechts den Fussweg hinauf zum Psychiatrischen Zentrum und da liegt sie die Anstalt SCHÖN sagt er HÜBSCH gelegen Oberhalb der Treppe links zum ehemaligen Haus 1 der Klinik Im Innern sitzt Eine Wartet eine Schreibt eine Winkt eine Eine Frau Ich komm ja schon Sie winkt ihm signalisiert ihm und ihre Bereitschaft Ich rief Dich schon Man hat mir Geld gegeben ja für dieses Treffen Auch Kameras sind da Die sehn uns an Komm her in meine Welt Er setzt sich zu ihr Was suchts DU hier Mann Wen Warum hier Mich sicherlich Er setzt sich zu ihr Es gibt Brot und Suppe Kaffee Wüste Arabiens! Hier war ich hier hats mich hingetriebn Wo ich war will ich nie wieder sein Orte wiedersehn Herisau! Zeigt auf die Karte War aber hier: Hauptwil Was trieb mich an Was trieb mich her! Das Geld Das Geld Immer das Geld. Ein hübsches elegantes Gefängnis war das sicherlich red mit mir der Gerber Georg Hammelmann würde den Reisenden notfalls schon zu bändigen wissen. Bin für Dich bestellt hab was vor mit Dir Ich kann Dir sagen was Du hier besuchst Kennst Du den Dichter Walser Er kannte Dich Er fühlte sich Dir so seltsam und ein einzger Widerspruch: nah falsche Nähe wissen die krank im Kopf dass sies sind  Überhaupt wars seit ein paar Wochen ein wenig bunt in meinem Kopf wir spazieren Denn er liebte das Spaziern Ein Volk von Spaziergängern und wenn dann das Lebensende kommt wird gegangen tag für tag KOMM LIEBER DICHTER KOMM MIT MIR ICH FÜHRE DICH IN DEIN  SCHLOSS komm kleiner Dichter komm mit mir Schau wie die Zeit verfloss –  gehn dann Hand in Hand durch Stuadtchen ein seltsames Paar  Was ist Dichten Ists beseelgend wie der Fürsprecher Geistgefährt schreibt Nun ja dichte ja nicht  schaff die Welt neu wird mir nachgesagt und vorgesagt fang das irgendwie auf was da zwischn Himmel und Erd Raus aus der hier Aus dem Unerkennbaren von einer stillen Leere geprägten Alltag in eine angefüllte Welt allseitiger Aktualität Grosse sind da hier durchquern den Park Was ist das fürn Schloss  Mein Schloss Kein Schloss! Mein Lieb! Das ist das Gefängnis in das ihr mich  – neeneenee nur besuchen nur schaun du reisest weiter Dann doch In die Alpen hinein Drin und über hinaus hab gehört in n  Süden werd Dirn Weg weisn ohn Sorg Sorge nicht Schau Sieh Hier baun wir ein Hölderlin Monument  zeigt aufn Platz Bahnhofpalz HosoyaSchäfer hier

So oder so ähnlich reden die beiden bis

Du willest noch weiter Wir all wolln immer weiter wolltest auch du All denken bist verrückt Die Anstalt in der wir uns trafen ist eine für Krankheiten Im Kopf Kranke Bist Du krank Was ist das krank im Kopf bin ich das Wurd ja verzweifelt versucht zu Hilfe jedoch. Aber das Pallisadenzimmer perfekte Zelle und die kalten Waschungen in n Neckar im Winter nackt und bloss und geforn wien Hund nenene war nix war nicht das Wahre war doch nicht verrückt unruhig vielleicht hypermotorisch musst immer rumlaufn aufstehn und rumlaufen Haare raufen rausreissen na und und brabbeln was kam da alles raus auf einmal und alls gleichzeit Gott spricht eben nicht in grossen Lettern das rauscht ehr oder rasselt zwitschert und flötet mir selbst manchmal unverstanden Hoch hinaus jedoch wolltest Und wir fahrn bring Dich Brauchst nicht sorgen Kennst den Faust den zweiten Teil ne irdsche Schlussszene NOT SORGE HOFFNUNG tretn auf die SORGE bleibt – ne Frau mal bleich mal karftstrotz wie ein Muskelmann Sieh Dein Gefährtin Hier gehts  los  kannst  hier ruhn weisst noch wie  früher  auf den Tourn wir Sänger alle mal suchen den wahren Ton bis heute sind nur Kopien von Kopien Wir werden dann später noch aufs Singen kommen bist  auch das vorm Herrn wohl wahr das Sehr Sänger Sänger Sehr hört nicht auf  Fragen zu stelln, keine Antwort von ihm bin hier zu Antwort geben liegt alles doch wohl aufder Hand warum so die Fraun sind Opfer gemacht ja sind so Mechanism Maschinrien Systeme zum Verstümmeln Zumschweignbringen und Totschweign die Stimmn was solln da DIOTIMA Einkerkern einsperrn wegdamit hysterisch Rumgeklimpere und Gesinge Gejaule und Gepfeife warum kaltstelln rein den Propf Maulsperre oder autenriethsche Maske Gesicht weg zuhängn verhängn im Ostn verhängn zuhängn unsichtbar machen raus ausm Blick Blicklöschn blicklos ausradiern auch Funktion und das wars was Schönheit Gefahr das wär wohl auch Muster eine Männerfantasie aber ne wirkliche DIOTIMA ein Beispiel auch der Philosoph benutzt sie ihr Beispiel Beispielsein was ist SIE Prophetin wohl oder gewesn arkadisch auch ne WISSENDE Alles aber auch alles gewusst über den Erros was zu beweisn wär

Etappe 04

sie aber : fragt weiter warum fragt alle die sie fragen kann fährt rum und jetzt aber ihn be-förderend helfende Hand aufm Weg nach Süden und der kleine Bus dort schau am Wegrand in der Strasse aufm Weg zum Bahnhof und man steigt dann ein fährt weiter gerahmt gegeben von der muntren Menge die Macher die natürlich drahtziehn das Ganze veranstalten  Vaganten auch undwasweissich.

So gehts denn durch die schweizer Landschaftn Ebel!ja Ebel! is ja alles nich weit du schöne Schweiz isses nich aufn Gotthard der sowas wie letztes Aufbäum des Nordns gegen den Südn denn dahinter hinter der Bergwand Dem Boll Übersteig Serpentine um Serpentine quält sich  kleiner Bus hin auf ER aber ganz errwartungsvoll be-seelt wie be-rauscht von südlicher atmenden Luft  der Höh auch die dann am Saum gipfelt am Travers von hier dann nur noch Aussicht 

esistdannNacht inzwischn die Menge wartet schon am Hospiz Tamuz ein Tanz tanzen aufm Grat  Nachtfeier bevor es dann hin ab ER will ja blossweiter hin ab  Süd-lich weiter dem Süden zu schneller schneller was solln wir verweiln bin nicht zum Festefeiern oder doch  Ruft in die Dämmrung : Mein Vater gewandert, auf dem Gotthard, wo Flüsse, hin ab, Wohl nach Hetruria seitwärts, Und des graden Wegs, Auch übern Schnee, Zum Olympos Hämos Wo Schatten der Athos wirft, Nach Höhlen in Lemnos weiss schon weiss schon wos lang ginge wenn wir nur wenn wir nur Und der Fels ist zu Waide gut Das Trockne zu Trank sagt das Reh oder der steinerne Bock wolln Feste feiern der FLÜSSE GEDENKEN DIE HIER ENTSPRINGEN auch der Tessin Donau und Rhein und was noch alls die Menschen sind in grosser Not wenn man drinsteckt merkt mans nicht so sehr ist wie Kranksein unbemerkt erst und dann aber spät sagts und schweigt dann doch wieder steigt rauf zum alten Fort sucht den Eingang in die Höhlen im Fels wo tapfre Schweizer bohrten gruben sprengten wühlten darunten nämlich der Tunnel darunter uns  Jetztzeit rast vorbei rast dahin schön hier Luft Himmel und was nicht ich hab solchn Eindruck nie erfahrn hab ich mal gesagt war ja schon mal an den  auch in den Alpen immer begeistert Geister näher schwirrn herum in Lüften die windiger  wunderbare Sage aus der Heldenjugend unserer Erde, singen vom  alten bildenden Chaos,   sehn nieder in ihrer Ruhe,  über ihrm Schnee in hellrem Blau Sonne Sterne Mond bei Tag und Nacht erglänzn im Glanz also feiern und dann gehn Lichter an Musik ein Summen Klingen Sirren kleiner Motoren von überall her kommen junge Leute mit ihren Gefährten die Strassen hochgefahren  Bier Tanz RocknRoll  bis in den Morgen alle toll  die paar Stundn lang hier oben sind wir recht gerüstet kühl die Nacht das ist doch keine Sommernacht aber die Musik und der Alkohol sind warm feiern die Natur Stille Einsamkeit LautSprecher Wummern wummernder Basstöne sinnlose Gedichte  in Mikrophone gebrüllt die Sänger sind da die singen SchwindelerregendSchwindelerregendgutgutgutgutSchwindelabererregendtrinke geistigeGetränkebiskeinGraninmeinemLeibnochzucktSchwindel ja ja aber besonders erregend in dieser Höhe ja und das ist die Höhe ist das Klima für geistige Gespraeche zum Beispiel: Schwindel erregend früher war es einfacher von Dach zu Dach zu springen Schwindel hör auf zu Schwindel wie soll ich? in dieser Höhe? Schwindel erregend weniger Wege waren vermint jaja Schwindel erregend Schwindel freudiges Klatschen ein Jubiliern singt das nächste Lied WiedermalaufdemGratsonahamRandbereitaufeineoderandereSeitezufallenohneGefahrkeine SchönheitohneGefahrkeineSchönheitohneGefahrundkeineLiebeauchkeineLiebeohneGefahr ohneGefahrohneGefahr Adler in Felsennestern blicken auf das Schauspieltanzen verwundert Schwarzmalen will ich die Nacht zur Nacht besoffn in der Nacht und voller Leben wie sonst aber nie bis die Sonne dampfend zwischen den Gipfeln im Osten steigt Weg

Etappe 05

weist nach Italien das gewaltige Element, das Feuer des Himmels […] das Athletische der südlichen Menschen, in den Ruinen des antiken Geistes Italien hab ICH nie betretn hatt immer daran gedacht gewollt wie die Zeitgenossen Goethe Seume bis nach Syrakus zu Fuss wird kolportiert  wie sie alle heissn bis in unsre Tage Italien eher als Griechenland ich aber hab Entscheidungen getroffen viel warn hier ICH nicht aber bis Bordeaux bin ICH dann aber schon gekomm  die Fahrt wird lang Aufzeichnungsstop keine weiteren Aussagen durch die Lombardei Schwester Lombarda drüben kontaminiert Venetien die Wärme wird zur Hitze flirrendes Asphalt Geruch der Autostrada einmalig immerwährndas Meer nah H schweigt schläft träumtnichtmehr alles nah ausgeträumt Augen zu nicht aussteign kein Autostopp in der Sandwichbar vom Autogrill zwischn Bologna und Rimini n Espresso und die Italiener grinsen ihn an sind ganz aufgeregt dass gefilmt wird gequatsche n versuch isses wert sprecht mal dies hier n zettel wird rüber und rumgereicht ein Intermezzo in der Cafebar und alle sprechens H sprichts hat mir Reitani überlassen kluger Mann weiss alles über mich hat mein Zimmer besucht die Karten visiert gern geschehn ihr Buonarotti

Con gialle pere scende/E folta di rose selvatiche/La terra nel lago,/Amati cigni,/E voi ubriachi di baci/Tuffate il capo/Nell’acqua sobria e sacra./Ahimè, dove trovare, quando/È inverno, i fiori, e dove/Il raggio del sole,/E l’ombra della terra?/I muri stanno/Afoni e freddi, nel vento/Stridono le bandiere.

Wenn es winter ist quando é inverno klingt so einfach fahrn bis zur Küste bis zum Hafen bis zur ÜBERFAHRT das ist ja wie umzukehrn wisst ihr Wohl kehren itzt die Schiffer zum Hafen auch, In fernen Städten fröhlich verrauscht des Markts Geschäftger Lärm gedichtet mal fürn Abend den schönen Abend geniessen ichaberdochnicht nie jetz doch jetz doch alls einmal kommet hier  Hyperion aus Deutschland nach Griechenland nach Deutschland Korinth Warten im AnconaHafen Hafen von Ancona schön das weißt noch das kleine Appt am Strand vermüllt unbewohnbar vom Saxophonisten aus M IGOTYOUBABE aber doch bewohnbar gemacht WIR Du damals Diotima malerisch auch machtests schön wir allein in diesem Riesenrestaurant, Speisesaal für Hunderte sommers der Bus im nacktweissn Licht der Hafenanlagen steht wartet mit uns Frachtwerden rüber nach ja wie heissts jugoslawien warsma heut rüber splitostendedover mitm VW BUS Abfertigungsrampe unromantisch kalt nach Engelland  Imperia auf Höhe Genua die Panne mitm Motor gebrochen rotto die düstern Zimmer des billgen Hotels in jenem  Örtchen FadoBasso oder Bisaccia   Reparateur müht sich Freunde bringns aus Stuttgart den VW Bus auf kahlen Strassen Nordkanadas am Ausgang des Parks mitm Seil ziehn bis ultimo hoffnungslos festgefahren

Etappe 06

 Überfahrt  ruhig  rasch Split  dann schöner noch diese schönen Städtchen die kleine Fähre nach Korcula bringt uns freundlicher Alter nie erreicht bringt uns hinauf das Kulturhaus hinauf oder hinunter wir dachten ja einmal das alles zu kennen bevor aber alles kam dann anders und doch wo die Philosophen tagen es gibt kein Europa es gibt ein Europa es gibt kein Band es gibt keinen Halt es trudelt abwärts Medusa mutlos sinkt das Schiff welches mit grossem Trara einst auf hohe Fahrt Traumschiff ein Silberstreif fährt ein weisses Schiff  nach nirgendwo doch die Idee das Haltende die Idee des Freiheitreichs  Idee vereint Schönheit Idee der das Wort in höherm platonisch ist der Sinn genommen.

überzeugt, daß der höchste Akt der Vernunft, der, indem sie alle Ideen umfast, ein ästhetischer Akt, daß Wahrheit und Güte nur in der Schönheit verschwistert ja wohl undsoweiter DAS DENKEN VON E. BLOCH DAS DENKEN VON G. LUKACS SELBSTVERWALTUNG UND MANIPULATION DIE VERANTWORTUNG DER INTELLEKTUELLEN HEUTE DIE WISSENSCHAFTLICH-TECHNISCHE ENTWICKLUNG UND SOZIALISMUS SARTRE UND DER MARXISMUS DIE GEGENWARTIGE KUNST UND DAS DENKEN ÜBER KUNST»KRITISCHE THEORIE DER GESELLSCHAFT« H freut sich Gesuche Gerede WorteAbWägen horcht in den Raum riecht nach Kirche wien Kloster Cortona ewige Flure mit vermufften Wandteppichgemälden Tapisserien Weihrauch-geschwängert mal immer noch dünstend den Glaubensschweiss ganzer Mönchsgenerationen heiliger Franziskus das hölzerne F und Kreuz und die verwinkelten Gebäude der Klause ehr ne Anlage ne ganze Ansiedlung oder habm die Jünger das später zugefügt ne Art religiöses Disneyland wie damals auf der spanischen Insel auch die Pfade des Llulsoundso Klausen abgeschiedene Winkel Einkehr Abkehr oderwas Weltzu oder ab is mir bis heut nich ganz klar eben auch bei den Buddhistn denen das Herz aber auch auf den Höhn von Lantau Island die stilln Klöster weg und verborgn und Reservat-haft muss wohl sowas sein son Ding mit dem Lärm der Welt faszinierend dann aber der Orden der Strasse an Autobahnen und grossen Einfallstrassn sitzen da in ihren Rollstühlen neben sich das HabundGut in nem Einkaufwagn Säcke mit Handtüchern Unterhosen und Strümpfen und im Schoss die Schriften und eine Glocke der Abgeschiedenheit umsich rum trotz all dem Gebrüll Geplärr und Gerausch der Zeitn und Begegenheitn sitzen also fünfe im dunklen kühl auch das Zimmer über Papiern gebeugt und Präsent-tat-ionen schweigend die Konferenz versteinert angehalten die Zeit Schneeflockn falln auf den grossen ein Tisch überall liegen zertrümmerte und verformte Maschinenteile herum Farben blättern ab und verrostete verdrehte Stahlteile ragen aus Boden Decken und Wänden. Kabel hängen aus zerbrochenen Sicherungskästen, versteinerte Schaltpulte, Zementblöcke und unendlicher Schneefall kleiner kristalliner Flocken die überall durch die tauben Szenerien treiben Denn wie lebt man am Ende der Welt, wenn die Welt zugrundegeht gegangen sein wird. ER jedenfalls ist hoffnungsfroh sowie die Fünf immer das Gleiche am Fluss entlang im neuen Hemd einer klopft auf den Tisch H setzt sich Lange haben wir / auf dich gewartet muffig und feucht wien Kellergewölb riesig das Weinfass war mal Sozialismus dritter Weg Revisionismus nenene ham wer alles schon versucht und heute heute noch H immer und immer neu warum nicht Umkehr Abkehr also alt und moderig und überfällig und wartend was war hier mal und draussen im Hof getrunken trunken über Europa nachgedacht das es nicht geben würde aber hätte werden könn warum werden nie die wahr die so sehr gebraucht würden die Risse Abbrüche Demarkationen unter Dach und Fach das geht geht gut immer grösser gewordn   Einheit Geld und Roaming und Geld Flüchtlingspolitik Abkommen Mittelzuweisung Geld Gebrauch der Nutz und nicht wieder an denken aber doch hat er am Herz der Krankheit gehorcht deranged erklärt deranged als wärs die Lösung Einhalt rufen oder Rückkehr oder was auch und wir feiern auch hier wie läuftn das ab son Fest Also zuerst ne Begrüssung und n Grund warum das Alles dann vorgestellt wurde ein Thema die TeilnehmerInnen guten Tag auch Trinkspruch Gläser wer hattn da eintlich berichtet von Xenophon is ja nich ganz ernst zu nehm und Sokrates hat ja nur gesprochn nix aufgeschriebn nix überliefert Tänze auf jedenfalls und Gesänge auch gemeinsam also singen ergo bibamus klangen die Halden hinunter bis zum Neckar Gesänge trunknen Einverständniss ich aber schaute nur wortlos dass wenn die Stille kehrt auch eine Sprache sei wie da gefeiert Musterfeier gibt’s das versuchens mal immer wieder Feier als Unio mystica sitzen alle die wolln die lange Tafel weißt noch damals in Venedig  die Gläser werdn gehobn das erste Glas geht drauf die Götter hinter über uns oder wo auch immer werdns schon wissen werdns schon kriegn später aber dann das Glas Weissenwein auf dem kleinen Platz abseits der Routen dann wird gerufn dann wird gesprochn Man nimmt also Platz H in strahlender Schönheit am Kopfende dann wird gegessen stumm wortlos als ob die Stille von Höherm geboten Hast doch ein Gedicht geschrieben hast doch ein Gedicht wie es laufn sollte nimm doch das Gedicht folg silbergrau die Loke Deinen eignen Worten Und statt des Lustigmachers kannst Du doch dann in die Stille Dein Gedicht braucht dich diese Stille Dein Gedicht wolltest mit Worten Wirklichkeit ja was Gedichtetes Programm für eine andere Welt Deine an der Pforte Deiner Welt durch die höhlenartigen Öffnungen in das Innere des Sarkophags das Flockenfallen hört nicht auf begleitet die Wanderer und hüllt sie ein in ihr Gespräch auch son spätromantisches Bild Wanderer im Schnee der liegt und fällt hier aber liegt der Schnee auf zerbrochenem Grund und er denkt dass das eine gute Idee sei beginnt zu sprechen von heilgem Feuer erfüllt die Stille nimmt zu in die die Worte gestellt werden wie Gegenstände ragen wie Gesteinsbrocken in den Raum zwischen Oben und Unten dann ergreift H das Wort mit Händen greifen gibt ihm Dasein spricht lässt Worte sich wölben krümmen pressen wellenartiges  Schwingen der Luft Schall schwankender Luftdruck Laute Klänge periodisch Sinuswellen  Sprache sprechen das älteste Systemprogramm ist das eine Utopie utopisch Unort fernort ist es das ist da was gesagt was noch nie gesagt 1 gesprächsangebot vielleicht sagt er ein Ursprungsort ne Idee der Schönheit  alles darunter unterordnet Kunst Wissen welches Wissen wolln wir aber brauchn wir wer soll wissen Europa wird nicht ästhetisch Sinn wirr ausbilden solln könn konntenwirnicht habens versucht haben ja alles versucht und wenig gelungen scheitern am Schluss und Verzweiflung alles war bloss idee  nicht ausgebildet oderundsoweiter wird miteinander gesprochen miteinander sprechen teilen mitteilen teilhaben was nicht alles gibt die Verbindungen und Verbindungswege warn doch auch hier mal wie nannten die sich Praxisphilosophen Denken der Praxis der Revolution, das ‚philosophischer‘ als alle bisherige Philosophie sein soll um eben nicht nur bei der Philosophie in einem schulmäßigen Sinne verbleiben der Professor strahlt ebenfalls und klatscht in die Hände als H sich selbst zitiert und der Übersetzer wirbelt die Papiere durch die Luft und verteilt Texte  Worte werden gesprochen sprechen einen Mythos schaffn alles ins Wort hineingelegt sitzen an dem langen Tisch trinken und irgendwann fängt jemand an zu singen und dann werden die Feuer angefeuert die Nächte lang und länger in den Gängen des Klosters das muffig riecht und ein Hotel ist oder ein Ort  zum Einkehren Zusammkomm Nach Denkn vielleicht auch Verharrn Hängenbleiben Erinnern Sentimental werden Vergessen keine Ahnung mehr wielang das ging ohn Unterlass geredet weisse Nächte endlos gehäuft Worte über Worte zu wem sprechen aufsteigend klar könn wir das klar H nickt nur noch klar es wandelt über Alpen die Erwekerin die menschenbildende Stimme alle Tage wäre das Fest  Ein Chor nun sind wir und nah ist übereinandergestapelt Wortberge papierlos dahingesagt verwehend wie die laue Luft der Adriaküste mitten im Meer die Inseln Zeichen nur von Tieferem festlicher Saal der Boden ist Meer und die Tische die Berge

Etappe 07

Schifffahrt nach Ploče Richtung Vučevo Foča (auch noch sone Geschichte über die Brücke auf die man sich zubewegt: «Wenn du im hinterhalt liegst, sie dir den reitenden gut an, der des wegs kommt. Siehts du ihn stolz reiten im roten Übergewand, mit silberner Brust und weissen Gamaschen dann ist er aus Foča. Schlag gleich zu, den der hat genug bei sich, siehts du einen ärmlich gekleideten Reisenden, den Kopf gesenkt, hingekauert auf dem Pferd als ginge er auf Bettelfahrt, schlag zu, der ist aus Rogačiča, die sind dort Geizkrägen und Duckmäuser stecken voll Geld, kommt ein Narr, die Beine aufm Sattel gekreuzt, die Gitarre schlägt singt aus vollem Hals, den lass in Ruhe, den kannst sausen lassen, der ist aus Višegrad hat nichts bei denen bleibt kein Geld» ) durch Bosnien  Herzegowina Richtung Serbjen Republik Srpskja auf Visegrad zu phasenweise an der Drina lang dann an der Drina lang den grössern Teil ihres Laufs  zwischen steilen Bergen durch enge Schluchten beliebt bei Kanuten und Paddlern oder durch tiefe Täler mit schroff abfallenden Ufern Nur an wenigen Stellen offenen Niederungen wie in Višegrad

da wartet dann A auf uns H auf der Brücke dann auf der Brücke am rechten Ufer gleich hinter der Brücke liegt der Hauptteil der Stadt mit dem Marktplatz, teils in der Ebene und teils auf den Abhängen der Hügel am Ufer. Auf der anderen Seite erstreckt sich längs des linken Ufers das Maludija Feld, die vertraute Vorstadt zu beiden Seiten der Landstrasse , die nach SARAJEWO führt der Dichter führt den Zug zur Brücke H auf der Brücke zur Kapija die Kapija ist das Herz der Brücke und sie ist das Herz der Stadt  die jedem im Herzen bleiben muss sagte man In Višegrad bleibn wir dann eine Nacht lang doch eine Nacht gehn nach Andričgrad in der Nacht  trinken und lernen die Leute um den Gründer kennen lachen über seine Filme die wir mal gesehn die Musik vom Orkestra die Erinnerungen an Heimath Herkunft Wien und die Freunde und Liebhaber von damals in den neunzigern als das Herz aufblühte für den Osten den Balkan in Graz auch und dann schlafen die Hunde der Nacht

Am nächsten Tag verkatert H ist immer noch selig möchte dass das nie endet wir halten die Kamera immer auf dies Gesicht das strahlt wie eine kleine Sonne ein junger Dichter bin doch kein Dichter mach Sprüche das ists doch nimmt uns auf und führt ihn in die Natur und zeigt die Wälder und Berge Serbiens Bosniens Herzogowinas  die er nicht kennt  nie kannte woher auch doch die DONAU ist nicht sooo weit! die Grabsteine aus dem Mittelalter in Blidnjice und man spricht über dies und das und über die Wunden der jüngern Vergangenheit die Kriege unter Tränen fragend die gewesen kommen werden was man heut noch Heimat nennen könnt zerrissnes Herz Europas das in Višegrad offen daliegt in den Geschichten aus dieser Stadt an diesem Fuss der einmal Europa und Asien oder Christentum und Islam getrennt Könnte man das gäbe es das keine Herkunft komme aus einem Land das es nicht mehr gibt Herkünfte spielt das denn aber eine Rolle spielte das eine Rolle allgemeine Freiheit und Gleichheit der Geister meint wohl gerade das oder aber immer dableiben wo man war woher ich komme nehme ich aber überallhin mit egal wo ich lande oder Du? Wo landetest du denn noch In deinen Tälern wachte das Herz mir auf in deinen Tälern Heimat oder Herkunft oder Wiedersehn o Himmel der Heimath sieh Wohnen  Heimath aber weithergeholt Wälder und Berge und Höhn Pfade ins Unbekannte wie gleichen und natürlich sind wir wieder beim Wort Dichterisch wohnet darüber also mit dem Jüngeren der wie gesagt was das sei voll Verdienst doch was das heisse das Dichten erst bringt uns auf die Erde zu ihr bringt uns ins Wohnen sagt der andere der Ausleger der Nutzer und Nehmer Nachdenker Dimensionen Himmel und Erde  Vermessen Massnehmen da kommts dann wieder ins Spiel das Göttliche  apropos Göttliches wie übersetzn müssn wir doch übersetzn will doch keiner hörn ist doch lachhaft kein Droben kein Hinunter also auch oderwie sagen Deine Worte wir kommen zu spät zwar leben die Götter Aber über dem Hupt droben in anderer Welt aber es lebt stille noch einiger Dank Göttergaben Brod und Wein uns Massnehmern Messenden Dichtenden Vermessen das Dichterische des Wohnens Dichten ein Messen ja kann man schon so verstehen  auch vollziehn  ich würd das anders ganz anders aber spielt keine Rolle hier im Park unter den Bäumen des südlichern Balkan wo sich ja was eigentlich und der Junge ist da sehr zeitgemäss ironisch abständig nur kein Pathos Pathosmaschine grösseres wolltest auch du Massnehmen warum nicht warum ist das nicht die Aufgabe gibt es nicht wir haben keine Aufgabe die gebn wir uns selbst aber das reicht doch nicht ist doch weniges nur was kannst du allein dir geben hörn auf die stimmen um dich dir voraus die spuren die dich verführn hörn nuja und du auch lässt Tote sprechen kommst zu dir durch das Dichten oder Schreiben wenns beliebt

dann besprechen sie Symposien bereiten ein Symposium vor eine Zusammenkunft am Olymp kann ja mitkomm der junge Dichter komm dann am Fuss des Olymp unterm Olymp   disputieren wie  sone Zusammenkunft heutzutage ob das überhaupt oder nur in Filmen was weiss ich. Man nimmt Platz H in strahlender Schönheit am Kopfende dann wird gegessen stumm wortlos als ob die Stille von nem Höhern geboten gewünscht verlangt erforderlich damit der Gast erscheine Hast doch ein Gedicht geschrieben hast doch ein Gedicht wie es laufn sollte nimm doch das Gedicht und folg Deinen Worten statt des Lustigmachers kannst doch dann in die Stille Dein Gedicht braucht dich diese Stille und wenn die Stille wiederkehret eine Sprache unter den Lebenden Dein Gedicht wolltest mit Deinen Worten Wirklichkeit stiften sind Gedichte Programm andere Welt Deine Welt bist jetzt an der Pforte zu Deiner Welt durch höhlenartigen Öffnungen in das Innere des Sarkophags überall zertrümmerte und verformte Maschinenteile Farben blättern ab verrostete verdrehte Stahlteile ragen aus Boden Decken Wänden. Kabel hängen aus zerbrochenen Sicherungskästen, versteinerte Schaltpulte, Zementblöcke unendlicher Schneefall kleiner kristalliner Flocken die überall durch die tauben Szenerien treiben wie nur lebt man am Ende der Welt das Flockenfallen hört nicht auf begleitet die Wanderer und hüllt sie ein in ihr Gespräch auch son spätromantisches Bild Wanderer im Schnee liegt und fällt hier aber auf zerbrochnem Grund denkt wohl dass das eine gute Idee sei beginnt zu sprechen von heilgem Feuer erfüllt die Stille nimmt zu in die die Worte gestellt werden wie Gegenstände ragen wie Gesteinsbrocken liegen ablagern hervorholen mit der Kraft der Überzeugung: hier ist etwas geschehen was einzigartig zweite Natur irgendwas von Menschen erzeugt was vorher nicht da war doch dich das gibt es einmal in die Welt gesetzt leben diese Isotopen weiter fort das ist wie mit den andern Dingen der Natur einmal in Bewegung nehmen sie ihren Lauf unaufhaltsam nicht aufzuhaltn bis sie ihre Strecke gemacht zerfallen nach tausenden von  Jahrn Kraft der Worte unauslöschlich gut wie böse Sprache war am Anfang  vor uns  wir   lesen hören sprechen nutzen zerstören bauen weisse Städte ewigen Friedens die Worte verbinden sich mit  Natur Natur schon da vor unsern Worten uninteressiert erschafn sie neu machn sie neu sprechn der Natur zu gefalln unsere Reverenz erweisen sind ja auch n bisschen Natur undsoweiter darüber spricht man bei den Symposien die bevorstehn Musiker spielen seltsame Musiken für Tänzerinnen Tänzer tanzen zu Musik ausm Äther Spärnmusik Kreischen der Planeten oder rostendes Metall alles im Dunkeln die Blitzlichter der Kameras hellen die Szene manchmal auf nach dem Tanz sind alle durstig   wird also getrunken den Göttern gespendet das erste Glas ausgeschüttet über die Schulter dann wird gerufen der Wein hat wirklich eine Kraft die Seele zu berührn und wie durch die narkotische Kraft der Mandragora, alle ihre Sorgen einzuschläfern, die Fröhlichkeit hingegen, wie Oel die Flamme, zu wecken und zu unterhalten

und dann redet man über die Schönheit der Natur wieder wird ein Gedicht gefordert mit dem Alkoholkonsum tragen auch die Gäste ihr Gedichtetes bei es wird der Wettbewerb er ruft auf dazu das Wort zu wägen  die Worte zu bergen  zu bedenken  das sprachliche Wesen des Menschen ist die Sprache  wem aber teilen wir uns mit wem teilt die Natur sich mit die Bäume Berge Wiesen Wälder natürlich uns weil wir die benennen wie könnten wir sie benennen wenn sie sich nicht uns mitteilten und weisse Nächte endlos gehäuft Worte über Worte übereinandergestapelt Wortberge papierlos dahingesagt verwehend wie die laue Luft der Adriaküste mitten im Meer die Inseln Zeichen nur von Tieferem festlicher Saal der Boden ist Meer und die Tische die Berge

Etappe 08

An irgendnem Morgen dann geht die Fahrt weiter durch die rauhn Ebnen Südserbiens nach Nordmazedonien Skopje Hotel Senigallia ein Schiff vor den monarchischen Bauten der alten Stadt Gang in den Cifte Hamamm im  alten Bazar jetzt Nationalgalerie treffen ein Bekannten und langes Gespräch über Religionen beginnt.

Gespräch über Religion

hat was zu sagen dazu viel Gedanken gemacht Fragen gestellt und Suchen immer nach der Verbindung der Unterschiede Unterschiede sind Klarheit Wegmarken Weisungen Zuwege zu Gott zu den den Göttern nenns wie du willst : so sag doch mal– Was fürn Glaube, was fürn Gesetz Hat dir am meisten eingeleuchtet? Ich bin Jude  ich ein Muselmann./ Der Christ ist zwischen uns dann so denn jeder hat sein eignen Gott denn jeder seine Sphäre was Sphäre sone Blase so ein geistiges Gehäuse GlaubeLiebeHoffnung was System vielleicht auch so ne Art persönliches System mit dem man das aushält dies Absurde die Verlorenheit Hoffnungslosigkeit an dem man sich aufrichtet iirgendwo anders hin dies wohl nich gibt aber den Tieren eigen die so dahinleben als gäbs keine Alternative als wärs ihnen auferlegt Sphäre jedenfalls manche stabiler und erratischer manche beweglich fluid veränderbar dass man plötzlich mitm Gewehr in der Hand für irgendwas tötet oder rumbrüllt Sphäre hat H s genannt Blase ein anderer hab ich dann weggeschenkt wg Vorbehalten hätt ich mal behalten solln wär jetz n Begleiter nochne Quelle des Nichtverstehns mach dich ma nicht immer so klein hast schon was drauf oder halt den Schnabel halt Sphäre jedenfalls in der jeder wirkt Sphäre Erfahrungsgrund für Zusammenwirken Mensch und geistige Umgebung die vielen Sphären der vielen Einzelnen könn aber sich begegnen Gemeinschaftsbildung  Sphären begegnen sich berühren sich irgendwo und diese kleine Fläche gemeinsame Fläche Plattform macht den EINEN Gott, egal woher sich die verschiednen Sphären speisen nähren kann doch eine nurDie wahre sein Wie?Du stutzt? wägst mich mit dem Auge?–So red doch!und nur insofern mehrere Menschen eine gemeinschaftliche Sphäre haben, immer angenommen resp vorausgesetzt das is was StabilGeistiges was nich von niederen materielln Instinktn geleitet also über das Matrielle hinaus – oder hinüberreicht, gibt’s logischerweis ne gemeinschaftliche Gottheit. Und dann fährt er fort dürfen wir nicht vergessen, dass Menschen könn sich in den anderen versetzen die Sphäre des oder der anderen zu unserer eignen machen die beschränkte aber reine Lebensweise des andern billgen die beschränkte aber reine  was rein? Vor Stellungs Weise des Andern vom Göttlichen ja was sonst ja gar Bedürfnis: tiefes nicht hinterfragbar dies Bedürfnis vorausgesetzt dass keine Kränkung Verletzung Diffamierung Intoleranz dazwischenkommt die verschiednen Vorstellungen von Göttlichem einander zuzugeselln die Beschränkt Heiten die das Einzelne Besondre hat zu über harmonisches Ganzes von Vorstellungsarten Glaubenformen die verschiednen Lebensweisen in ein harmonisches Ganzes von Lebensweisen rübertragn Und der Andere statten wir den Nachbarn einen Besuch ab ja machen wir auch Weihnachten feiern wir zusammen obwohl die Wasser tief tiefer noch als man sich vorstellt je Leben ruft H und meint etwa Religion ist ihrem Wesen nach poetisch Ja dankbar war ich bin ja nun 250 Jahr alt schon begeistert, feiernd besessen auch immer bereit her damit mich durchglühn lassen vom seinem Stral überall gewärtig durchzuckt aufhorchend das ganze Innre über mich hinausgehn zu solchm was nicht mehr ich selbst bin Artaud auch die Wahnsinnigen Draussen  Gemeinschaft neu zu begründen Seher Botschafter auch Durchdringer bis über die Grenzen hinaus  auf Empfang  lässt die heilgn Worte in dich hineinsinken stösst sie wieder aus Berichtest UNS secundus deus oder alter deus  Unter Bei Behaltung ihrer Begriffe faßt H ästhetisch, was die christlich-mystischeTradition mit der Entblößung der Seele, ihrer Entwerdung in Gott und der Passion meint, deutet die religiöse Hingabe in die radikale Offenheit, also Willenlosigkeit des Dichters um.  Dein Empedokles ein Gott ein Gott ja ein falscher er muss sterben wie der Mystiker Mansur al-Halladsch im zehnten Jahrhundert nach sufischer Lehre recht hatte, als er auf dem Marktplatz von Bagdad rief: Ich bin Gott. Ja und nicht aussprechn was sich zeigt nur so wahr ist nichts erklären dann Schuldig wurden sie, indem sie aussprachn was sich nur zeigen kann  darf aber nicht erklärt werden   Empedokles macht sich Schuld außerdem sich absolut zu setzen das Absolute ist in sich zu findn also in allm: Ich allein War Gott, und sprachs im frechen Stolz heraus. Die »Totalerfahrung«, die Hölderlin in seinen Homburger Aufsätzen meint, ist also gerade nicht der Titanismus, der heute hier und dort wieder aufflackert. Vielmehr gründet die künstlerische Arbeit im passiven Moment der »Empfindung«.

Jemand fragte Halladsch: »Was ist Liebe?« Halladsch antwortete: »Du wirst es heute und morgen und übermorgen sehen.« Und an diesem Tage hackn sie ihm die Hände und Füße ab, am nächsten Tag hängn sie ihn, am dritten Tag gabn sie seine Asche dem Wind. Ja weil Gott nicht tot ist muss Empedokles sterben sagt er im heissen Dampf des Hamam gibt sich hin gibt sich auf und strahlt wie er nie gestrahlt hat und spricht weiter sein Tod nicht das Ende eher ne Art Auflösung, nachdem die ursprüngliche Identität zerbrach. Empedokles bringt sich ja nicht einfach um: Er stürzt sich in einen Vulkan, vereint sich mit Gott als der Natur und gewinnt eben in der Vernichtung – ästhetisch: im Verstummen – die Einheit in letzter Konsequenz als Ewiges zurück  es gab unter den Sufis alchimistische Zirkel oder Orden, die sich als Jünger des Empedokles bezeichneten wie Schihaboddin Sohrawardi oder al-Halladsch, die ihre physische Vernichtung als Fest begingen: »Tötet mich, o meine Freunde, / denn im Tod nur ist mein Leben, / Und mein Leben ist im Sterben, / und mein Sterben ist im Leben.« Ja das ist mein Thema „Es gibt kein Ich ausser mir“  Ich hab mit Gott gesprochen sagt er ja brüllt er sehn wir in seinen Zuckungen ganz verwirrt aufgelöst tritt er vor uns was denn was denn legt die vom Fussweg dreckigen Füsse auf den Esstisch die vom Dreck gebräunte Gesichtshaut ungesundes Braun gegerbt die Haare verfilzt und grossen Gestank ausdünstend die Schuhe zertreten und der Bart eine Art bösartiger Flaum otka takana izera kani zera tabitra  übers Land gegangen und in den Wüsten Nordafrikas bin ich mir begegnet als Gott das Programm ist klar greift es ein Mensch recht an, so gibt es für ihn in jeder seiner Sphären ein höheres Leben Was höher höher als nämlich eine unendlichere Befriedigung ein Stillstand des wirklichen Lebens und aber eine Wiederholung im Geiste befiredige unendlicher als jede Befriedigung die auf den irdischen Notwendigkeiten ruht Da ist so etwas wie ein Utopie spürbar ein Glaube auch an ein notwendig mögliches Zusammenklingen des Unterschiedlichen schon das ist schön aus dieser unendlichen Befriedigung die jedem zugänglich der das wirkliche Leben im Geist zu wiederholen vermag und dadurch an der Stiftung Stiften Stift des geistigen Lebens beteiligt und der Orientalist nickt nur noch, er hat nichts zu sagen,

der andere steht im Mittelpunkt und alle Augen die nichtvorhandenen auf ihn gerichtet, die steinigstaubige Strasse führt durch tiefe Dunkelheit aber man hört das Meer man spürt es und das Salz in der Luft und hic rhodus und schon toll diese Inseln und wie die doch im Innern zusammenhängen obwohl wir ja nur die überragenden Spitzen sehen und betreten und die Verbindungen weit unten liegen unterm Wasser nicht sichtbar überspült vom Tosen und Gischten der Wasser und die vielen sind eigentlich eins wie sowieso ja alles eins ist und die Unterscheidungen nur von uns gemachte sind und wir treiben lassen manchmal ist so ne Art Lösung Los-Lösung von den Segmenten und Abschnitten und dem Trennen, Zerstückeln, Zerlegen, Auseinandertreiben, dem Da und Hier, Diesseits und Jenseits, Dein und Mein und der Orientalist schläft jetzt und träumt von seinen Vorlesungen, und träumt von seiner Gemeinde, die ihm innig folgt, seinen Mundbewegungen folgt, die Worte formen, die sich in den Raum legen, wie sich schon tausendfach Worte in den Raum gelegt haben, jetzt wird es aber nebelig,

Etappe 09

die Kamera kann die Körper nicht mehr ausheben ausm Nebelmeer und weiter zum Meer in Richtung See wahre See wirkliche See Grenze überschreiten überquern da  stehn Männer mit Thermometern oben ganz oben im Schnee wir schieben den Bus durch meterhohen Schnee H lacht und freut sich dass der Weg in den Süden über schneebedeckte Berge führt dann in der Nähe bahnt sich an es bahnt sich ein Gefühl wie es nur Reisende kennen, Orten zufliegen, an denen man nie war, ne Mischung aus Sehnsucht und Abstand verfärbt plötzlich unter Dir die ersten Orte mit chinesischen Namen, das Himalayagebirg hinter Dir ja ich stand auf den Höhen des Himalaya ja wir bauten Netze in die Baumkronen und zwischen Äste und wir kletterten durch die Wipfel wie die Eichhörner beschrieben nicht vorhandne Wege ins Unbekannte unbekannt unbenannt wer aber kann das nennen wir Menschen nicht wir Abeziehbilder nicht und den Berg hinunter und dann  bald auch schon vor uns über uns der Weg ist nicht lang schnell sind wir an der Grenze Bogoruditska Duty free shops Nordmazedonien lange Kämpfe kürzlich noch auch hier, dann rüber nach Griechenland heilger Moment H schreitet zu Fuss ins Griechenland Wege des Wanderers Eintreffen Gesangeswolken Gott anhat ein Gewand

dann nochn paar Kilometer zu den Wasserbüffeln im  Aliakmonas Nationalpark Flussdelta zum Mittelmeer zur Ägäis und weniges nur bis zum Fuss des Olymp is aber dann doch noch ne interessante Strecke durch zerklüftete sagt man zerklüftet Gegenden Heimat der Skipetaren wollte nie in diese finsteren, drohenden, kalten Schluchten und Gründe eher durch die

sanfte, fruchtbare Hügellandschaft mit Kirschbäumen und Olivenhainen, mit grünen Wiesen und Getreidefeldern wir aber mächtige Gebirgsriegel keinerlei Durchkommen Schluchten des Balkan diese rauhe, heute kaum noch bevölkerte Bergwelt und wieder Spuren des Dichters

„Land of Albania! let me bend mine eyes / On thee, thou rugged nurse of savage men!” 

Ismael aus Gjirokastër steinerne Stadt hineingekrallt in senkrecht aufragende Felsen ein jedes Haus scheint Burg für sich mit dicken Wänden schweren Dächern aus geschichteten Steinplatten darüber eine mächtige Felsenburg ein Festungskoloss aber das lassen wir dann doch links liegen um schnell dahin zukommen

OLYMP

Hier also wohnen sie die Götter der Mytikas   Skolio , Stefani  der Thron des Zeus und Skala.  Wir wandern zum Profitis Ilias zur Kapelle, er singt die Augen geschlossen wir wissen er war hier. Die freundliche Wirtin im Dorf hilft uns das Fest zu bereiten, die Götter keiner hat Angst Die Friedensfeier Brodt und Wein die Gesänge hier inszeniern wir den ersten Abschnitt unsers Chors. Die Chöre auf dem Weg hierher sind bereit vorbereit in Gesängen. Die Nacht hindurch leuchten Feuer auf den Olymp hinaus und grüssen die Lieder Klänge ziehen hinauf hinab herum entlang der zurückgelegten Spur die Karte ist ein  System von Spuren geworden die Spuren leuchten wie nur Licht Zusammklang Klingen kein Trauern mehr kein Trauern blosse Freude Dasein wieder belebt die Gäste erscheinen auch die ersten Touristen und die Wanderer bereit für den Gipfel H stellt sich auf den Tisch und schweigt und lässt das erste Wort nicht hörn alle tuns ihm gleich es wird still der Wind säuselt nur noch und alle erstarrn verharrn halten die Welt an fürn Augenblick die Fraun in ihren schwarzen Kleidern schaun auf die Pappteller mit den meze in den Händern am Himmel tauchen Adler auf kreisen über der Stille Schweigen Flammen fallen von oben nach unten als stündn wir am Fuss nes Vulkan Erscheinungen Nordlicht und Südlicht und Blitzen auch H freut das natürlich nimmt er doch alles als Zeichen Angebot und Anlass zum Antworten die Nacht ist kurz als dann die Tänzer kommen und die Tänze beginnen bis in den frühn Morgen wie das immer so war auf der Platia und man umfasst sich und wird aufegfordert und trinkt noch eins und dann macht man mit und hüpft diese Hüpftänze und Schreittänze und das Gekringel der Hände und überkreuz der beine kenn wir alles ausm Kino wieder bis erschöpft am nächsten Tag es weiter geht Weiter Weiter ruft er und wir sind ganz nah sie sind nah wir fahrn durch die weisse Landschaft Griechenlands immer wieder weiter Richtung und das Meer ist um uns mit seinen Gerüchen und seinen Stimmen und am Kap Sunion werdn wir das Grab des Lord Byron werdn die Touristen mit uns singen stelln uns mit den Gesichtern nach Süden üben ein was zu üben ist halten alles  fest ans Meer auch und auch von da Blick zum Sitz der Götter könn die sitzen oder fliegn die nicht über uns weg was sagt

Etappe 10

und fahrn nun nach Athen fahrn über die Achse Saloniki nach Athen kommen von Norden her fahrn Gegenrichtung die südliche Halbkugel wenns denn eine Kugel wäre und nicht doch ein wandelnder wandelbarer Organismus manchesmal in der Form einer Riesenkugel, manchesmal eher ein eliptischer konisch spitz zulaufender oval ausgebeulter Korpus eine Projektion allemal, aus dem Süden jedenfalls findet die richtungsgebende Wanderungsbewegung einer neuen Menschheit statt und die geht nach Norden also fahrn wir gen Süden in die Gegenrichtung gegenstrebig wie man mal sagte und erreichen das Herz unserer Suche das Zentrum der neuen Welt die es mal war und jetzt die alte ein Häusermeer zuerstmal und zwar weiss wie ne weisse Stadt mutet dies Meer an, dass der Reiseführer aus England dazumal vom Hymettus aus in der Ebene vor sich liegen sah, unzähligemale vom Flughafen aus ebenso gesehn und jetzt aber von Norden mit dem Auto niemals zuvor war das gelungen und die ewig langen Ausfallstrassen immer noch den Duft des Olymp in den Kleidern und er sitzt hinten mit verdrehten Augen WIELANGNOCH sind fast da und die Luft flimmert und glüht und es wird bald Abend werden und wir verfahrn uns natürlich und landen im irgendwo und fragen uns sprachlos ohnmächtig keiner versteht wirklich und es wird nacht und die Rauschgiftsüchtigen liegen an den Strassenecken und stehen ihre Reisen mühevoll selig durch bis zum nächsten Morgen in den Eckkneipen drehen sich die Fleischspiesse und die letzten Schlaflosen sitzen auf den Plastikstühlen und trinken an ihrer Coladose die Hitze wieder überhand nimmt und die Mopeds und motorräder brettern durch die einsamen Strassen  nie einsam sind die ganze nacht durch Peireius oder Sygrou voll Stau um 2 uhr nachts haben wir noch nie erlebt selbst in den Autometropolen der USA gibt’s das nich aber in Athen ja und in den  Städten jdes Südens a und in Lagos ja und dann doch noch

Athen

endlich finden wirn platz zum Parken und steigen den Lykabettos hinauf und schauen auf das Lichtermeer weisse Stadt wird leuchtend Glitzerstadt und die Akropolis ist für die Fotoapparate der Touristen die auf den Dachterassen ihrer Hotels hocken und Wein und Bier und Cocktails schlürfen hell und dramatisch angeleuchtet und H auch leuchtet und wird ganz ein anderer beängstigend auchn bisschen und fremd und wie mit ihm umgehen jetz wo doch die Quelle der Quell nah erreichbar NICHTSCHLAFEN NICHTSCHLAFEN NURNOCHSCHAUN Jetzt auch … ein Wehn …, Sieh!; die Schwärmerische, die Nacht kommt, Voll mit Sternen und wohl wenig bekümmert um uns, Glänzt die Erstaunende dort, die Fremdlingin unter den Menschen, Über Gebirgeshöhn traurig und prächtig herauf und wir schaun und schaun und küssen uns und trinken den Wein und brechen das Brot treten schon die ersten Figuren auf und er beginnt zu sprechen und zitiert sein Athen und ruft der Akroplis entgegen wie immer schon und es wird spürbar dass er nicht zu uns spricht spricht zu den Engeln und mit ihm, ruft übers Gefild : ruft an die  heißen Strahlen des Mittags. Denn anders ists wie sonst! vorbei, vorbei Das menschliche Bekümmernis! «als wüchsen Mir Schwingen an», so fühlt er sich wohl und leicht Hier oben, wir endlich und froh «Und herrlich wohn ich», fühlt in dieser Fremde neues Leben, das Herzgespür, Adlergeschrei, denn Adler singen nicht, Naturgesang, Wahre Freiheit nun, vogelfrei ihm nun Himmel und Erde so nah wie nie Jetzt ist sein Empedokles seiner Bestimmung? Seiner Bestimmtheit nah, ausgestossen, verlacht, Natur, Stadt, Der Abgrund Vergangenheit und der Himmel Zukunft du ziehst mich nah und näher an. Vergessenheit – o wie ein glücklich Segel Bin ich vom Ufer los, – – – – Hier also die Trümmer der Vergangenheit und niemehr muss ich trauern aber im Gegenteil sehe  was bleibt was immer währt und nie vergeht hier türmen sich die alten Formen formend aufeinander wie animiert werden aus Ruinen vollendete Formen und er hört nicht auf zu sprechen zitiert seine Werke sieht die Worte materiell deckungsgleich und Diotima nickt nur sich zu uns gesellend, ja, da bin ich wieder und ganz selbstverständlich spricht H und veresteht sich selbst und spricht ins die Nacht und in das Bild der Stadt und hört nicht auf zu sprechen:

DennimAnfangwarderMenschundseineGötter und DERMENSCHISTABEREINGOTTSOBALDERMENSCHISTUNDISTEREINGOTTSOISTERSCHÖN und DENIMANFANGWARWARDERMENSCHUNDSEINEGÖTTEREINSDASICHSELBERUNBEKANTTDIEEWIGESCHöNHEITWAR UND ESISTWOHLKEINERNOCHZUSEINESFREUNDESGRABGEGANGENOHNEDIELEISEHOFFNUNGDADEMFREUNDEWIRKLICHZUBEGEGNEN UND WERJENENGEISTHATDEMSTEHETATHENNOCHWIEEINBLÜHENDERFRUCHTBAUMDERKÜNSTLERERGÄNZTDENTORSOSICHLEICHT

ja so wohl muss man das sehen so wohl ist das von Dichtern sprechen von Sprache sprechen wer spricht aber dann schlafen wir doch wohl ein hier oben am Lykabettos und sehen am Morgen die Stadt erwachen im Licht ihrem Licht und gehen hinunter und beginnen unsere Tour durch die Stadt und schütteln uns den Staub von den Kleidern und trinken den schwarzen Kaffee und schlendern durch Monastiraiki und er kauft sich dies und das und wandelt wie der Unerkannte über den Wassern manchesmal angeschaut fremdelnd und die jungen Leute singen ein Lied und in einer Taverne gibt es frühen Wein und berauschendes Getränk und wandeln durch die Gärten und Gassen Thissions und überall ist das Vergessene anwesend überall wir vier Tage unter der Akropolis immer dräut dieser Berg über uns an unserer Seite was wohl Kraft aus Stein gehaune Gedanken Vorstellungen ein Europa aus einer Hochzeit KADMOS UND HARMONIA was war das für eine Kraft die ist noch da ist da in diesen Strassen hier unter dem Berg der Berge dem Wunderberg welche Filme spielen hier steingewordene Weisheit und wir lesen die Konzepte der Vor-Gängerinnen, und Athen als der Ort, wo die Widersprüche der heutigen Welt, verkörpert durch aufgeladene Gegensätze wie Ost und West, Nord und Süd, aufeinanderprallen und kollidieren, die begonnen hatten, eine politische und poetische Karte von Europa als Alternative zu derjenigen der europäischen Gemeinschaft zu zeichnen, und wir versuchen, Athen zu sehen und H scheint dies alles zu kennen fühlten wunderbar das geistige Wehen, wie es leise die zarten Haare über der Stirne bewegte keine Aufregung keine Erregung und dauerhaft zeichenhaft zuHause aber was ist das schon trotz aller Heimatseligkeit ist aber eine die ortsungebunden Zwischenreich wie das Leben so zwischen Erde und Himmel hier und überall und gerichtet jedes Wort in dieses Zwischenreich wenn er aber zu uns zu sprechen scheint spricht er nicht zu uns durch uns hindurch und irgendwie solln wir jetzt im Zentrum Europas sein aber ist das nicht eher sowas wie der Wald durch den wir gehn auf der Suche nach der Hydra und nicht merken, dass der Wald die Hydra ist oder dass wir suchen was wir längst gefunden oder alte Filmrollen vielleicht auf denen festgehalten was unwiederbringlich verschwindet Webereien aus der Vorzeit vielleicht auch die Fotografien von einer vergangenen Welt ein leben in Zuversicht in Hoffnung in Bereitschaft, die Lust des Lebens zu tragen, weiss nich H jedenfalls scheint schon jenseits solcher Fragen zu sein die dem der Belastung und Übermannung geprägten Gefühl eines alten Europäers nachempfunden ALTER tja wie alt ist er eigentlich der Europäer der hier mit uns durch die Strassen dieses Nabels eilt und hetzt und hechelt und alles aufnimmt  auf nehmen voll unbeschreiblichen Sehnens und Friedens Eine fremde Macht beherrschte mich Rückkehr in eine Heimat UNMÖGLICH ja das mag wohl sein Kolonie und Kultur haben den gleichen Wortursprung Worte kolonisieren natürlich auch denke ich und nachdem ich heute den Essay von Joshua Cohen gelesen habe in dem er auf den Schützen  rekurriert der von der paranoiden Obsession getrieben war dem Viralen der Sprache zu entrinnen rinnen auslaufen verrinnen INNEN

Hier also bist du Athen noch lebt noch waltet der Athener Seele die sinnende still 0 heiliger Wald! o Attika Pauk und Cymbel zum labyrinthischen Tanze klingen. Seferis begleitet uns eine weile Mein Land ist klein, aber sein Erbe ist gewaltig … und: die griechische Sprache hat nie aufgehört, gesprochen zu werden.(ANDERS DANN DOCH ALS DAS LATEINISCHE)  Wenn wir am Sonntag zu den Häfen hinabgehn um Luft zu holen sehen wir im Abendrot leuchten Holzstücke in Splittern von einer Fahrt die sie nicht vollendeten Leiber die keine Weise mehr wissen zu lieben. Parko Eleftherias und dem Museum für antidictatorial and democratic resistance, die Generäle sind überall anwesend Wunde Junta wunde Diktatur Banner Freiheit hier wurde weggesperrt und gefoltert ohne Geld wird die Erinnerung von der Assoziation der Gefangenen und exilierten Freiheitskämpfer geführt schau so also gibt es das doch noch Freiheitsliebe und unbedingte Kraft sich nicht zu unterwerfen h der Architekt Angelidakis rehistoriert das dehistorisierte investigative Restaurierung hier ist der Ort für öffentliche Diskussion und kollektive Performances hiess es vor kurzm was blieb bleibt wenn die Eliten abgezogen das Lyceum von Aristoteles zwischen dem Odeon Athinon und dem Sarogleio Gebäude hier hat der Philosoph hunderte Jahre vor Christi Geburt seine Schule gegründet, in der peripathetisch gelernt wurde ja ich weiss das  griechische wort peripatetikos bezeichnet das Element der Bewegung unerlässlich für das Lernen Körper und Geist asics  und gemeisslt geprägt neu und wieder 42 kilometer nach Marathon wie die Griechen sagten dann noch und endlich zum grossen Friedhof und endlich zum Keramaikos und lesen Derrida «nous nous devons à la mort» sind des Todes dem Tod überantwortet überall begleitet uns das durch Athen laut gefeiert denn der Tod ist überall versteinert  im zerbröselnden Stein unter dem Boden der Metrostation gehen dann in die Markthalle wo sie gern war schaun in tote Tieraugen Fliegen Geruch toten Fleischs dann die Meeres»früchte» tote Tiere riecht WIE DAS MEER warum eigentlich und dann raus in das Lokal unter dem Gehweg wo die alten Griechen ihren körnigen Kaffee trinken nehmen ein Glas und stürzen dann weiter Agion Asomaton zur Agia Triada  an der Kirche vorbei Peiraios überquert Plataion immer weiter bis rechts die Strasse Megalou Alexandrou beginnt  die rennen wir hinauf bis zur Metrostation Metaxourgeio von dort Theodorou Diligianni bis zum Bahnhof immer suchend Motive er aber nicht er ist angekommen und schweift umher wie ein Luftgeist Through overhanging dark, to see Tiresias,/ noch eine Stimme Chor Dann sind wir in  Piräus haben die Strassenbahn genommen, die ab und an in den Süden fährt gehen zum Strand gehen zum Hafen wo die Fähren ablegen und zu den Inseln Ilions fahrn zum Karaiskaki Platz takes its name from one of the most famous leaders in the Greek War of Independence, General Georgios Karaiskakis H horcht auf was aber habe ich da gesagt geflucht verwünscht wohl doch zu früh und wieder und  fühlten wunderbar das geistige Wehen, wie es leise die zarten Haare über der Stirne bewegte 1922 griechische Flüchtlinge sagt man ja nicht klingt wie Schmetterling oder Däumling aus VorderAsien Zuflucht  Rebetes  noch klingen Lieder wieder Markos Vamvakaris .   1929das grosse Feuer und dann die grosse Leere der europäischen Plätze die doch eigentlich

zeltende Flüchtlinge sprechen Sprachen Plakate Tänze ihre Trauer Tänze sind im Orient plötzlich auch willkomm nehmen freundlich auf die Fremden schicken alle nach Norden Platz Reichtum Sorglosigkeit wandern vom Dach der Bibliothek in den Park nea cultura  verteiln Zettel  zum grossen Gastmahl am Grab des Sokrates  am Philopappou oder im grossen Athen wir aber immer noch auf Tour und unter der Akropolis was sieht er könnten wirs sehen Dichtung Anfang und Ende der Philosophie, wenns denn wirklich die höchste der Wissenschaften wäre aber wie Minerva aus Jupiters Haupt, entspringe sie aus der Dichtung eines unendlichen göttlichen Seyns so läuft am End‘ auch wieder in ihr das Unvereinbare in der geheimnißvollen Quelle der Dichtung zusammen.was ist Dichtung was ist dies Dichten und dichterisch Wohnen zwischen Himmel und Erde auch ne Entscheidung persönlich oder allgemein dann aber auch wieder ganz banal dies revoltierende hybride Sendungsbewusstsein aus der Wurzel der Menschheit spriesse die neue Welt eine neue Gottheit walte über ihnen, eine neue Zukunft kläre vor ihnen sich auf undsoweiter und Europa nun was ist und wozu dies gealterte Alte dann aber zur Akropolis und zum Theater dann also doch zurück zum sogenannten oder auch URSPRUNG und METAMORPHOSEN das ists das worums geht ums Ganze auch

dort stehen die beiden Mädchen und sprechen über ihn die eine zeigt hinüber dies ist sein Garten dort im geheimen Dunkel wo die Quelle welche Quelle immer schon sind wir an der Quelle dort stand er jüngst als ich vorüberging hast du ihn überhaupt schonmal gesehn die Andre schaut hinüber sah ihn als ich noch jung war BIST DUS NICHT MEHR auf einem Kämpferwagen bei den Spielen in Olympia und alle Welt hat da von ihm gesprochen seitdem konnt ich seinen Namen nicht vergessen Berühmtheit allbekannt Jetzt müsstest du ihn sehn die Leute sagen sogar die Pflanzen recken ihre Hälse wo er ging und Wasser kommt aus den Tiefen wo er seinen Fuss hinsetzt n Heilger halt und wenns gewittert schaut er hoch in dem Moment teiln sich die Wolken wie sich die Wasser teilten als der Wandrer übers Erdhafte ging  die Sonne schaut nunja ja aber du musst da selber erleben mit deinem Backstage Pass JA will ich ja sag mir aber noch wie das geht mit dem zusammenleben mit ihm ich habe ja keine Ahnung wie ich den Mann verstehn soll erlebt er das vergehn der Zeit wie wir ist auch er des Lebens manchmal überdrüssig leidet er? DIE EINE als ich ihn zum letztenmal dort im Schatten seiner Bäume sah, da hat er wohl gelitten an irgendetwas was nur seines sehnsuchtsvoll irgendwie verloren schaut er zu Boden und dann durch die Dämmerung des Hains hinaus als wär ins tiefe ferne Blau das Leben ihm entflogen und die Demut des königlichen Angesichts auch du musst untergehn du schöner Stern  lange währts nicht mehr rätseln was mit ihm sei und wissens doch was sagn sie so und nichts gespeichert von dem was gerade geschah

O Athen O Europa, warum treibt mich das nun um hatte mich nie sonderlich interessiert dann aber nun plötzlich doch Europa doch wichtiger als gedacht aber was ist das fürn Projekt alt auf jeden Fall und vergleichbar? EIN REICH , dem ausm Osten ist es das gibts denn da Paralleles fragt er sich und sitzt unter der Akropolis EUROPA hatte einen seltsamen Traum gehabt sie befindet sich zwischen zwei Frauen Asien die eine die andere das LAND GEGENÜBER OHNE NAMEN JEDE WILL SIE FÜR SICH als grosses Wieder Vereinigung Projekt war das denn jemals und dann hört man plötzlich die Echos wieder des Dichters der das ehemalige Reich beschwört Europa ein Reich musses das wieder sein wahrscheinlich schon denkt er uns entgegen das wohl dann doch etwas von der Multi – , Trans- und Inter-idealität enthalten könnte was aber sagt der wirkliche Chronist oder der andere sind ja viele Reich das alles hier erinnerbar wird. Die Hitze ist gross. Sie wird Stunde um Stunde grösser und wir laufen zum Kiosk und holen uns nochn paar Wasserflaschen und aufm Weg dahin tritt uns die SCHÖNHEIT H wird bleich. Hat er sich wirklich gestellt. Die Unbenannte, wer bist Du schöne Unbenannte: Das Bild des ionischen Mädchens verfolgt mich jetzt öfter wie je. Ach, da sie mir erschienen war, … dass ich sie wiederfinden werde in irgend einer fernen Welt des ewgen Daseyns …. das herrliche Gefühl, der Mensch sey nicht fürs Einzelne geschaffen,…. Hat er sie wirklich umarmt die Schönheit. ICH HABE SIE GESEHN. Molü! Schützt und bewahrt davor, ein Tier zu werden, Hermes! wieder tritt uns die Schönheit entgegen auf SchrittundTritt antwortet: das auch ist eine Vorstellung dies Reich römisch Englisch Preussisch Österreichisch Amerikanisch Russisch und China natürlich ganz Aussen mit seinem Strassen Gürtel Reiche die vereinen aber war es das die Utopie ein Vielevölkerstaat  KAKANIEN was aber war das ist es das in diesem EUROPA wieder oder nicht und SIE spricht ebenfalls fragt nicht sagt aus hats die Werte die Werte  er-halten anbieten weitergeben? Aber ist das nicht das alte Bild von EUROPA: Mitte der Welt Zentrum im Glanz des neuzeitlichen Gattungsbegriffs das wahre Reich der Mitte? sie also gibt das Bekenntnis ab  glaubt an das alte Europa und seine Erneuerbarkeit überzeugt sein von Europa εὐρύς, eurýs, „weit, breit“ und ὄψ, óps, „Sicht, Gesicht“, „die mit der weiten Sicht“ oder „die Breitgesichtige“ das grosse Erbe der Vergangenheit «Urlaub vom Zwang zur grossen Politik?», lernt den Text der Rolle im Welttheater neu de Gaulle ruft sein: lèurope à l`atlantique de l`urale» und Weizsäcker : Europa reicht von San Francisco bis Wladiwostok», das römische, das Reich, das vor ihm, reklamieren, re-inszenieren, warum spricht er sooft in Metaphern des Theaters?, Europa ein Theater für Imperium-Metamorphosen?, Seelenwanderung des römischen Imperiums?, translatio imperii IDEO motorische und MYTHO motorische Zelle, sie kann es nicht sie kann es nicht, Pragmatik und Flickschusterei, die SCHÖNHEIT der Idee geht drauf, was wir brauchn so H ist die Suche nach Geschichtsdramaturgie, prophetisch richtungsweisend da hilft die Sprücheklopferei nix. In need of visions, wenns drum geht die Welt zu retten. So, und dann muss er ausholen, zurück auf den Hohlkopf Inbild des Karriere-Pragmatikers, der nicht aufhörte diesen blöden Satz zu zitieren, dass wer Visionen habe zum Arzt gehen solle (HAHAHAHA), Visionen sind das notwendigste überhaupt in der momentanen und Weltlage sowas von schief und beängstigend auch und H wird nun ganz rot und aufgeregt und prophetische Orientierungen und Jenseits von Gut und Böse der Zwang zur grossen Politik woher der andre das wusste, fadenscheinig, Visionär natürlich, Ausholen und Treffen, das kann  Wortmacht, Visionen schaffen ein Verhältnis zu grösseren Zusammenhängen und nur die gross wird nur wer Grosses sieht den Horizont ausleuchten, die WELT ALS GANZES DENKEN, die eigene Rolle definieren, die eigene Rolle gross denken, was spiele ich wieviel Text habe ich waren immer schon die karriertreibenden Fragen, das gelte auch für die Staaten und die Gemeinwesen, MACHT ALS GESCHENK DER URSPRÜNGE Erfolgsgeschichte als Wahrheitsgeschichte, undsoweiter die Anleihen, klingt schlüssig wird übernommen also weiterarbeiten an den Metamorphosen des Imperiums, Erfahrungen sind da im ÜBERFLUSS, Experimente zuhauf also die leidigen Vakuum Ideologien der letzten Jahrzehnte haben sich überlebt  die Akropolis leuchtet wieder verpönt schon der Gebrauch des Worts Imperium Reich schon garnicht wo die Furcht vor Worten herrscht wird schon garnichts mehr draus Hoffnungen zerstiebt im Funkenstaub der Stahlklammern Übersetzungsaufgabe sagt er ist doch bloss ne Übersetzungsaufgabe Zwang zur grossen Politik, wir fuhren doch durch JUGOS LAWIEN EUROPAS SCHANDE H nun wörtlich Wenn Europäer zu sein bedeutet, auf dem Improvisationstheater der Geschichte nachrömische Reichsgebilde aufzuführen, so wird die kommende Generation erneut zu zeigen haben, wie sie es mit dem Imperium hält. Neuartige und verfremdende Fortsetzung ihrer eigenen Geschichte Und:

Zeus entführt sie nach Kreta, die Bereite und vom Stier schwimmend hinübergeschwommen und verführt geschwängert wahrscheinlich mit Hoffnung und Vision für die Zukunft aber (Gegenstimme, Chorus) genau hier befinden wir uns geistig und intellektuell genau zwischen Vergangenheit und Zukunft Vergangenheitslastigkeit Europas Tode gestorben und dem Tod überantwortet Verantwortung tragend die Last ist gross für eine Idee ist nicht nur etwas, das uns übergeben wurde, etwas Schicksalhaftes, das uns verpflichtet,  Name Europas nennt eine Weltgegend in der auf unverkennbar eigentümliche Weise nach der Wahrheit und nach der Güte des Lebens gefragt worden ist, sondern ist etwas Lebendiges,  gestalten und verändern Europa gibt Handlungsmöglichkeiten Europas giving nicht ohne aber mit Überzeugungen und Freiheiten Grundrechteinsistenz, Europas Recht ist seine grosse Aussage über den Menschen, die die gemeint sind wissen dass sie gemeint sind kümmern sich aber nicht um Appelle wechselseitige Unterstützung und gemeinschaftlichen Zusammenhalt. Europa wird es bleiben Antworten kann eine Idee antworten auf Herausforderungen Einer steht auf ausm Westn der ja nur so heisst weil Westen eine Richtung ist die von irgendwoher wohin weist UND FRAGT Wie würde die Welt aussehen, wenn Europa das amerikanische Spiel einfach nicht mehr mitspielen würde? Wenn Europa, als das Nicht-Amerika, keine Waffen mehr in die Dritte Welt sondern wassndasschonwieder : humanitäre Hilfe?   Osteuropa weigert sich amerikanischen Militärschrott zu kaufen, wies die NATO vorschreibt besser noch und kurz davor ne  NATO ohne USA ne paneuropäische Friedenstruppe Europa, als Nicht-Amerika, weltweit aktiv für Umweltschutz und reproduktive Rechte  europäischer Erfindergeist entwickelt alternative Energien Abschied vom Auto uns alle von diesem kurzen und todgeweihten und blutigen Ölzeitalter zu befreien Europa in kriegführenden Teilen der Welt von seinem diplomatischen Geschick Gebrauch machte und Friedensgespräche ohne amerikanische Launen und Lobbyisten Gegenmacht mit Ideen Handeln soziale GerechtigkeitWohlfahrtAbrüstung MeinungsfreiheitKultur also   Quellen des Nationalstolzes dasmaln Exportgut, was und  Gandhi hält ja auch die westliche Zivilisation für ne gute Idee der Weg wird lang jedoch ein einziger Ort mit Wohlstand und Technologie für diesen Weg immer und nur dies vereinte multiethnische Europa sagt sie, ne, recith nicht, das ist es nicht allein, sagt er, es muss mal ausgesprochen werden: Der Zwang zur grossen Politik erscheint heute in der Herausforderung, die Imperialität des Grossmachtgebildes selbst aufzubrechen und dieses zu einem Mitspieler auf der Bühne einer künftigen Weltinnenpolitik zu transformieren. sag ich ja Klima ändert die Formen des Lebens werden digitalisiert aber ist es das worum es geht. H fragt wo der Geist sei, wo wirdn das  geknüpft das Netz die Bibliotheken eins gedachten gedichteten gehofften Europa stellt sich seiner welcher von wem wie formulierten gegebenen Verantwortung? Als? Einmal Gewesenes? die großen Aufgaben Zuversicht muss sie sagen Prüfungen und Konflikte  die gescheiterte Verfassung für Europa Wirtschafts- und Finanzkrisen, über die wir hart gestritten  Flüchtlings – Bewegungen nie war es leicht Menschen- und Bürgerrechte Unantastbarkeit der menschlichen Würde Freiheit Schutz Gleichberechtigung – das ethisch-politische Fundament Europas für alle geltende Rechte wär das Versprechen Europas: dass jeder wirklich frei darin sein darf Handel und Wandel nämlich hattn wir gelernt religiöser Glauben kulturelle oder politische Überzeugungen Vorstellungen vom Glück dem guten Leben jeder hat sein eignen Gott denn jeder seine Sphäre was Sphäre sone Blase so ein geistiges Gehäuse Erkenne Dich selbst wird zum Ergänze Dich selbst  Diese Identität hat nur einen Bewohner GlaubeLiebeHoffnung was System vielleicht auch so ne Art persönliches System mit dem man das aushält dies Absurde diese Verlorenheit Hoffnungslosigkeit an dem man sich aufrichtet in andere Bereiche dies wohl nich gibt aber den Tieren eigen die so dahinleben als gäbs keine Alternative als wärs ihnen auferlegt Sphäre jedenfalls manche stabiler und erratischer manche beweglich fluid und veränderbar dass man plötzlich mitm Gewehr in der Hand für irgendwas tötet oder rumbrüllt Sphäre hat H es genannt Blase oder Schäumen ein anderer hab ich dann weggeschenkt wg Vorbehalten hätt ich mal behalten solln wär jetz n Begleiter nochne Quelle des Nichtverstehns mach dich ma nicht immer so klein hast schon was drauf oder halt den Schnabel halt Sphäre jedenfalls in der jeder wirkt Sphäre Erfahrungsgrund für Zusammenwirken Mensch und geistige Umgebung die vielen Sphären der vielen Einzelnen könn aber sich begegnen Gemeinschaftsbildung Überschneidung der Sphären macht den EINEN Gott, egal woher sich die verschiednen Sphären speisen nähren  und die Sphäre des andern zu seiner eigenen Sphäre machen die Empfindungsweise und Vorstellung zu billigen von Göttlichem, die sich aus den Beziehungen bildet, in denen er mit der Welt steht auch in einem beschränkten Leben unendlich leben auch die beschränkte Vorstellung einer Gottheit eine unendliche  Also, wie einer die beschränkte aber reine Lebensweise des andern billigen kann, so kann er auch die beschränkte, aber reine Vorstellungsweise billigen, die der andere von Göttlichem hat. Es ist im Gegentheil Bedürfnis ihre verschiedenen Vorstellungsarten von Göttlichem eben wie in übrigem Interesse sich einander zuzugegesellen der Beschränktheit jedr einzelnen Vorstellungsart ihre Freiheit zu geben dem harmonischen Ganzen von Vorstellungsarten und Vorstellung zu billigen von Göttlichrem, die sich aus den besonderen europäische Demokratie lebt von der öffentlichen, kritischen Debatte. Eine Demokratie, in der oppositionelle Stimmen unerwünscht sind, eine Demokratie, in der soziale oder kulturelle und religiöse Vielfalt unerwünscht ist, ist keine Gestützt und ergänzt werden muss das durch das zweite Prinzip, das Europa ausmacht Über den Schutz dieser unseren wir bereit sind – bei allen Differenzen –, gemeinsame Lösungen zu finden, und wenn wir Zusammenhalt

das Prinzip Reich in einem weltgeschichtlichen Akt politischer Formschöpfung durch das Prinzip Staaten-Union aufzuheben

H zieht sich die Hosen aus und das Hemd und wirft Alles beiseite als er sie sieht und hört seine Worte sprechen hört musst nicht verzweifeln musst dir selbst zuhörn kann man das aber sich selber zuhörn wenn du nicht mit dir selbst identisch bist kannst du dir zuhörn wie sagte noch dieser interessante Mensch dem wir damals in Amerika begegnet warn vom ortlosen Ort der Gedankendinge und was da alles vor sich geht in unserem Imaginarium unsere imaginären Gespräche mit unseren imaginären Partnern fuhr dann heute mit einer Strassenbahn einen Berg bei Tübingen hoch, die Bahnfurh fast senkrecht und ich konnte nicht glauben, dass das zu schaffen wäre vollbesetzt und guter Dinge aber es gibt doch solche BERGE GARNICHT IN TÜBINGEN OH DOCH, DU MUSST NUR RICHTIG SUCHEN, und dann in den Landschaften der Kindheit und Jugend wieder und immer aufgehoben, die vielen Hotelzimmer auch, die seltsam riechen und die Türen zu den Nebenzimmern, die Lautsärken, so auch du Schönheit alles sage ich dir dort an diesem ortlosen Ort an dem wir uns wiedertreffen wieder und wieder treffen alles auszuplaudern unsere Hoffnungen Kummer Zukunft und Vergangenheit entschuldigen Phantasiegewebe was hörte Achilles wo war Thetis fragte er wie verbindet sich sein Erleben flüchtig und beständig wie es nun schon soviele Jahre währt in den Bau der Natur der diese stillen Kammern des Sich-wissens enthälte wie alles andere auch dich und mich mich mit mir sprechend unermesslicher Raum grösser als der durch den wir reisen können dessen Grenzen nicht ausfindig zu machen und ob du jede Strasse abschrittest Hügellandschaften der Seele und meines Sinnens abgeschiedene Räume meines Gedächtnisses diese vielen weitläufigen Hallen auf wunderbare Weise gefüllt mit unübersehbaren Vorräten so auch du die da plötzlich ur-plötzlich vor mir steht und spricht mit deinem Geist stehet Athen dir noch, wie ein blühender Fruchtbaum. Der Künstler ergänzt den Torso sich leicht. Und so auch dies ewige zurück zu Europa unter den Ruinen des Parthenon  wir gehen zum alten Bacchustheater zum Theseustempel zu den sechszehn Säulen die noch übrig stehn vom göttlichen Olympion das Hadrians Tor, wodurch man ehmals aus der alten Stadt zur neuen herauskam, wo gewiß einst tausend schöne Menschen an Einem Tage sich grüßten. Jetzt kömmt man weder in die alte noch in die neue Stadt durch dieses Tor, und stumm und öde stehet es da, wie ein vertrockneter Brunnen, aus dessen Röhren einst mit freundlichem Geplätscher das klare frische Wasser sprang. Ach! es ist wohl ein prächtig Spiel des Schicksals, daß es hier die Tempel niederstürzt und ihre zertrümmerten Steine den Kindern herumzuwerfen gibt, daß es die zerstümmelten Götter zu Bänken vor der Bauernhütte und die Grabmäler hier zur Ruhestätte des weidenden Stiers macht, und eine solche Verschwendung ist königlicher, als der Mutwille der Kleopatra, da sie die geschmolzenen Perlen trank; aber es ist doch schade um all die Größe und Schönheit! Und sie wieder: es ist Zeit, daß du weggehst; du bist blaß und dein Auge ist müde, und du suchst dir umsonst mit Einfällen zu helfen. Komm hinaus! ins Grüne! unter die Farben des Lebens! das wird dir wohltun. Und sie gehen in die Gärten des Lyceums von Aristoteles und da ist sie wieder die Schöne und er verschwindet mit ihr im Gebüsch Molü! Molü!

Als wir uns wiederfinden ist er allein. Die Lichter blinzeln.  Hunde spielen an der Metrostation. Die Dealer sind da. Und die Künstler. Hier sind die Götter und walten. Gross ist ihr Maas. Doch es misst gern mit der Spanne der Mensch. Wir beschliessen jetzt sofort Richtung Süden aufzubrechen. Brechen auf zum Tempel des Poseidon. Wir nehmen die jungen Leute mit die uns bishier begleitet haben. Wir fahrn die grosse Ausfallstrasse Richtung Flughafen

Kap Sunion

Hier spricht dann nur noch E und zwaar

Who even dead, yet hath his mind entire!/ This sound came in the dark/ First must thou go the road to hell/ And to the bower of Ceres‘ daughter Proserpine,/ und zu dem Hain von Ceres Tochter Proserpine Through overhanging dark, to see Tiresias,/ Durch überhangnes Dunkel um Tiresisas zu sehn Ohn Auge war ein Schatten in der Hölle Eyeless that was, a shade, that is in hell/  So full of knowing that the beefy men know less than he,/  Ere thou come to thy road’s end. Hier endet so dein Weg/ Verschattetes Wissen und doch fährst du ihm hinterher nach Wissen trachtend Knowledge the shade of a shade, Schatten des Schattens Yet must thou sail after knowledge  musstest nach Wissen segeln Knowing less than drugged beasts. phtheggometha thasson*φθέγγὠμεθα θᾶσσον Dann schaut er die Bucht The small lamps drift in the bay And the sea’s claw des Meeres Klammergriff gathers them. Neptunus drinks after neap-tide nach der Nippflut Niedrigwasser. Tamuz! Tamuz!!The red flame going seaward. Dies Tor ermisst Dich By this gate the long boats have set lights in the water,Die Klaue des Meers versammelt sie nach draussen. Scilla’s dogs snarl at the cliff’s base,Weisse Zähne nagen unter der Klippe, BDoch in der fahlen Nacht fluten die kleinen Lämpchen seewärts Τυ ΔιὠναTU DIONAΚαι ΜοῖραιἎδωνινKAI MOIRAI‘ ADONIN
Das Meer brennt rot mit Blut von ADonis,Die Lichter zittern Weizensprossen steigen Adonisrosen Zwei   Nothing is of any importance. To that is she bent, her intention To that art thou called ever turning intention, Whether by night the owl-call, whether by sap in shoot, Never idle, by no means by no wiles intermittent Moth is called over mountain The bull runs blind on the sword, Ares tötet Zur Höhle ruft es Dich, Odysseus, Molu hilft Molu befreit Dich Die Sterne hat sie nicht auf ihrer Rechnung    Scylla’s weisse Zähne stumpfer schon . The sea’s claw Meeres Klammergriff draws the lamps outward. Think thus of thy plowing So gedenke deines PFLUGS When the seven stars go down to their rest Forty days for their rest, by seabord And in valleys that wind down toward the sea die zur See hinunter fallnΚαι ΜοῑραιἎδωνινKAI MOIRAI T‘ ADONIN When the almond bough puts forth its flame, When the new shoots are brought to the altar,Wenn das Holz des Mandelbaums die Flamme speist wenn die jungen Sprossen zum Altar Τυ Διὠνα Και Μοῖραι’TU DIONA, KAI MOIRAIΚαι ΜοῖραιἎδωνινKAI MOIRAI T‘ ADONIN that hath the gift of healing, that hath the power over wild beasts. Das die Kraft zum Heilen hat Macht über das wilde Tier in dir

Und H spricht garnicht mehr auch du musst untergehn du schöner stern

Joshua Cohen

Angela Merkel

Navid Kermani

Girogos Seferis

Ivo Andric

Eliot Weinberger

Ezra Pound

Peter Sloterdijk